aufgalopp - Turf

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aufgalopp - Turf
Ausgabe 270 • 46 Seiten
Freitag, 21. Juni 2013
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Turf -Times
www.bbag-sales.de
Der deutsche Newsletter für Vollblutzucht & Rennsport mit dem Galopp-Portal unter www.turf-times.de
Aufgalopp
Das populärste Pferd des deutschen Galopprennsports? Danedream ist in der breiteren Öffentlichkeit längst vergessen. Novellist? Pastorius? Gar der
aktuelle Derbyfavorit Ivanhowe? Nein, es ist Silvery
Moon. Der spontane Einfall der Hofer-Brüder, vergangenen Herbst in Deauville 12.000 Euro auszugeben und ein Pferd zu kaufen, dass außer der Optik ein
eher dubioses Pedigree zu bieten hatte, hat sich als
geniale Marketing-Idee herausgestellt. Zumal der
Hengst nicht, wie zumindest beim Kauf zu befürchten
war, ein belächelter Exot mit beschränktem Können
ist, nach dem Eindruck vom vergangenen Sonntag
wird er Rennen gewinnen. Schon vor einigen Jahren
präsentierte der Züchter Hubert Wagner in BadenBaden einen Schecken, der das Feld allerdings vor
sich hertrieb, den Unterschied zu Silvery Moon hat
er uns kurz aufgezeigt, wir veröffentlichen ihn in dieser Ausgabe.
Als am Dienstag eine Facebook-Fanseite von Silvery Moon eröffnet wurde, hatte diese innerhalb von
wenigen Stunden über 500 Freunde, ein beachtlicher
Wert für ein Rennpferd in Deutschland. Natürlich,
das war auch in Köln zu sehen, wird damit eine bestimmte Klientel bedient, die im Weidenpescher Park
zuletzt beim Besuch von Protagonisten der Sendung
"Deutschland sucht den Superstar" vor Ort war: Die
"Wendy-Fraktion", doch verkehrt muss das nicht
sein. Wenn German Racing allerdings mit seiner PR
auf eine Art Exklusiv-Anspruch beharrt ("das Video
gibt es nur bei uns zu sehen") ist das kontraproduktiv. Wer etwas verkaufen will, der muss damit nach
draußen gehen. Und sollte das bei diesem ungewöhnlichem Pferd mit dem Alleinstellungsmerkmal auch
weitaus offensiver und nicht so altbacken vorgetragen werden wie sonst. Die Zielgruppe verlangt andere Maßnahmen.
DD
Queen Elizabeth gewinnt den Gold Cup
Königliche Freude: H.M. Queen Elizabeth II. mit Jockey Ryan Moore
nach Estimates Sieg im Gold Cup. www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Es war eine Premiere: Zum ersten Mal in der 206jährigen
Geschichte des Ascot Gold Cups gewann ein Pferd in den
Farben des britischen Staatsoberhauptes dieses prestigeträchtige Rennen. Queen Elizabeth II sah am Donnerstag
den Sieg ihrer vier Jahre alten Stute Estimate, eine Tochter
des im vergangenen Jahr eingegangenen Monsun. Es war
der immerhin 22. Erfolg eines ihrer Pferde in Royal Ascot.
Aus deutscher Sicht verlief der dritte Tag des Meetings
eher durchwachsen. Im Gold Cup belegte Altano aus dem
Stall von Andreas Wöhler unter Eduardo Pedroza immerhin einen respektablen fünften Platz, sein Trainingsgefährte Earl of Tinsdal endete unplatziert. In den Tercentenary Stakes war der Wöhler-Schützling Chopin unter
Höchstgewicht ohne bessere Chancen, wurde Siebter, noch
dahinter kam Ideal aus dem Leve-Stall ins Ziel. Ein emotionaler Höhepunkt des Tages war sicher der Erfolg der Stute Riposte in den Ribblesdale Stakes, wenige Tage nach
dem Tod von Sir Henry Cecil zeichnete seine Witwe Lady
Jane Cecil als Trainerin erfolgreich. Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
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Das sah überzeugend aus: Ivanhowe mit Adrie de Vries vor Empoli mit Andrasch Starke. www.galoppfoto.de - Sandra Scherning
Turf National
Köln, 16. Juni
178. Oppenheim-Union-Rennen - Gruppe II, 70000
€, Für 3-jährige Pferde, Distanz: 2200m
IVANHOWE (2010), H., v. Soldier Hollow - Indigo Girl
v. Sternkönig, Zü. u. Bes.: Gestüt Schlenderhan, Tr.:
Wilhelm Giedt, Jo.: Adrie de Vries, GAG: 95,5 Kg,
2. Empoli (Halling), 3. Orsello, 4. Schulz, 5. Quinzieme
Monarque, 6. Nuntius, 7. Noble Galileo, 8. Saint and
Sinner, 9. Night Wish
Le. 2½-1½-½-1¾-2½-4-H-23
Zeit: 2:14,01
Boden: gut
8 Klick zum Video
Das Gestüt Lindenhof, gelegen im Norden Hamburgs, im Speckgürtel der Hansestadt, stand bisher
nicht unbedingt im Verdacht, ein großer Investor auf
den Auktionen zu sein. Volker Linde, der passionierte und engagierte Gestütschef, hat zwar gelegentlich
schon einmal dazugekauft, doch dann in der Regel auf
Auktionen im Ausland und ausschließlich im unteren
Preisbereich. Die 12.000 Euro, die er am 21. Oktober
2011 in Iffezheim bei der BBAG-Herbstauktion für die
damals neun Jahre alte Indigo Girl ausgab, waren für
Lindenhofer Verhältnisse schon gutes Geld, aber sie
waren bestens angelegt. Das Gestüt Schlenderhan hatte seit längerer Zeit einmal wieder eine Mutterstute in
Deutschland in den Ring gebracht und es gab durchaus
Interesse. Helmut von Finck hob die Hand, aber auch
Turf-Times
Freitag, 21. Juni 2013
standupcom.fr - ©Dollar
Zwischen Glück und Leid lagen nur ein paar Stunden: Ein mehr
als zufriedener Adrie de Vries nach dem Union-Sieg mit Ivanhowe, tags drauf zog er sich bei der Morgenarbeit einen Fußbruch zu. Das Derby-Aus! www.galoppfoto.de - Sandra Scherning
Summer
Sale
2.-4. Juli 2013
Deauville
3
Linde, der dann am Ende den Zuschlag bekam für eine
Stute, die zumindest zum damaligen Zeitpunkt eine sehr
undurchsichtige Bilanz in der Zucht hatte. Das hat sich
natürlich spätestens seit Sonntag komplett geändert, Indigo Girl ist Mutter des aktuellen Derbyfavoriten Ivanhowe.
Die Stute ist nur zweimal gelaufen, für Trainer Andreas Schütz, der seinerzeit ein kleines Schlenderhaner
Kontingent hatte. Beim Debut gewann sie dreijährig
Anfang April 2005 über 2100m in Köln, wurde dann
Dritte im Preis der Diana (Gr. I), der damals in Hamburg
ausgetragen wurde, ihn gewann mit Iota (Tiger Hill)
eine andere Schlenderhanerin aus der Familie, trainiert
jedoch von Peter Schiergen. Das war es dann schon mit
der Rennkarriere von Indigo Girl, die ein Rating von
90,5 kg bekam und natürlich in die eigene Zucht ging.
Dort begann es jedoch wenig glücklich. Der damalige
Katalog der BBAG führte den Erstling Ignacia (Monsun) mit der Bemerkung "Trainingsunfall" auf, die dann
folgenden Irving (Singspiel) und Indigolith (Motivator) waren im Oktober 2011 drei- bzw. zweijährig und
noch gar nicht am Start gewesen. Danach kam Ivanhowe. So gehörte denn schon etwas Phantasie dazu, die
damals von Adlerflug tragende Stute zu erwerben, auch
wenn der Preis absolut akzeptabel war.
Bei den älteren Geschwistern von Ivanhowe hat sich
zumindest etwas getan. Ignacia wurde als Zuchtstute
nach Frankreich verkauft, dort steht sie bei Jean-Pi-
361 Pferde für Flach- und Hindernis-Rennen erwarten Sie während eines 5-tägigen
Meetings auf der Sommer-Auktion in Deauville:
Dienstag, 2. Juli, 15.00 Uhr: Breeze-Up von zweijährigen Flachpferden und dreijährigen
Hindernispferden (store horses) auf der Sandbahn in Deauville
Mittwoch, 3. Juli, 11.00 Uhr: Auktion von zweijährigen Flachpferden (qualifiziert für
Breeze Up Jackpot) und zwei- und dreijährigen Hindernispferden (stores)
Donnerstag, 4. Juli, 14.00 Uhr: Auktion von Flach- und Hindernispferden im Training
Beatrix Mülhens Klemm: (+49) 176 32 70 16 53 - [email protected]
Catalogue online und breeze live auf: www.arqana.com
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Turf-Times
Cristian Demuro reitet Ivanhowe
Ivanhowe ist der erste Gruppesieger für Trainer Wilhelm Giedt
(links) und die Derbyhoffnung von Georg Baron von Ullmann (2. v.
l.). www.galoppfoto.de - Sandra Scherning
erre Dubois, ihr Erstling ist eine jetzt im Jährlingsalter
befindliche Tochter von Sageburg. Bei Irving jedoch
könnte noch etwas mehr kommen. Er ist vierjährig erstmals gelaufen, hat bei fünf Starts drei Rennen gewonnen und war Vierte in einem Listenrennen in BadenBaden, er steht unverändert im Training bei Wilhelm
Giedt. Nicht so Indigolith, der vergangenes Jahr zwei
wenig berauschende Vorstellungen gab, bei ihm ist wie
letztlich auch bei Irving nicht alles glatt gelaufen.
Nach Ivanhowe hatte Indigo Girl ein Jahr nicht aufgenommen, hat für Lindenhof 2012 einen Hengst von
Adlerflug gebracht, der im Sommer zur BBAG-Jähr-
Cristian Demuro, 20, wird
den Derbyfavoriten Ivanhowe am
7. Juli in Hamburg reiten und
soll darüber hinaus auf den von
Wilhelm Giedt
für das Gestüt Cristian Demuro hier mit Ayusan nach
S c h l e n d e r h a n dem Sieg in den 1000 Guineas in Japan.
und den Stall www.galoppfoto.de - www.shibashuji.
com - Yasuo Ito
Ullmann
trainierten Pferde in den Sattel steigen. Ab dem 1. Juli
ersetzt Demuro, letztes Jahr mit der Rekordzahl von
263 Siegen italienischer Champion, für die Zeit von
dessen Ausfall Adrie de Vries, der durch einen am
Montag durch einen Fußbruch außer Gefecht gesetzt
wurde. Er wird auch regelmäßig in der Morgenarbeit
reiten. Sein für Deutschland zuständiger Manager
Holger Faust teilte auch die weiteren Derbyritte der
von ihm betreuten Reiter mit: Andrea Atzeni reitet
Global Bang, Mirco Demuro wurde für Quinzieme
Monarque gebucht und Harry Bentley könnte Limario steuern, wenn dieser denn seinen Derbytest
am Sonntag in Bremen erfolgreich besteht.
IMPONIEREND
Tattersalls July Sale
Mütter der Sieger von 8 Gr. 1 - Siegern in 2012/2013
wurden hier ab 3.200 gns. gekauft
LEAPING WATER, 3,200gns. Mutter von
ST NICHOLAS ABBEY
Dubai Sheema Classic, Gruppe 1
Coronation Cup, Gruppe 1 (dreimal)
Breeders’ Cup Turf, Grade 1
Tattersalls July Sale
10. - 12. Juli
(Pferde im Training, Mutterstuten etc.)
700+ lots
Germany: Daniel Delius
Tel: +49 211 96 53 414, [email protected], www.tattersalls.com
Turf-Times
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lingsauktion gehen soll. Im Februar kam ein Hengst
von Shirocco zur Welt, auf Dauer wäre für Lindenhof
natürlich auch eine Stute sehr interessant. Das könnte
Soldier Hollow richten, denn zu diesem war Indigo Girl
dieses Jahr gebucht.
Ihr Vater Sternkönig (Kalaglow) hat sich mit den
Jahren als sehr guter Mutterstutenvererber entpuppt,
Röttgen selbst war auch immer sehr bemüht, Töchter
von ihr in der Herde zu halten, Kastila, die Mutter von
Kassiano, interessanterweise ein Soldier Hollow-Sohn,
und Wild Side, die Mutter von Wild Coco (Shirocco)
sind da zwei Beispiele.
Dass Soldier Hollow (In The Wings) eine Woche
nach Ars nova erneut den Sieger in einem wichtigen
Klassiker-Trial gestellt hat, ist schon erstaunlich.
Dabei haben nach unseren Unterlagen erst vier der
25 in 2010 geborenen Soldier Hollow-Nachkommen
gewonnen, neben Ars nova und Ivanhowe sind dies
Pedigree der Woche
Windsor sowie Alamance in der Schweiz. Der Jahrgang 2011 umfasst nur 20 Köpfe und Jährlinge von
Soldier Hollow sind 2013 fast schon Raritäten, es
gibt nur 17.
Die mütterliche Linie von Ivanhowe ist im Pedigree der Woche ausführlich dokumentiert. Seit geraumer Zeit gibt es auch einen erfolgreichen Zweig in
Nordamerika. Die Linie geht zurück auf die 1940 aus
Frankreich eingeführte Yonne (Indus), die von Francois Dupré gezogen wurde. Den Preis der Diana hat
die Familie mit der erwähnten Iota (Tiger Hill), Idrissa (Tamerlane), Indra (Birkhahn), Jana (Magnat) und
Yngola (Chateau Bouscaut), dem Erstling der Yonne,
gleich fünfmal gewonnen, in die Nähe eines Derbysieges hat es noch keiner geschafft. So gute Chancen wie
Ivanhowe hat aber auch noch nie ein Familienmitglied
zuvor gehabt.
www.turf-times.de
präsentiert von
EDITED PEDIGREE for IVANHOWE (GER)
Sire:
SOLDIER HOLLOW (GB)
(Bay 2000)
IVANHOWE (GER)
(Bay colt 2010)
Dam:
INDIGO GIRL (GER)
(Chesnut 2002)
In The Wings
(Bay 1986)
Sadler's Wells (USA)
Island Race (GB)
(Bay 1995)
Common Grounds
Sternkoenig (IRE)
(Grey 1990)
Kalaglow
Indian Jewel (GER)
(Chesnut 1994)
Local Suitor (USA)
High Hawk
Lake Isle (IRE)
Sternwappen (GER)
Indian Pearl (GER)
No inbreeding to 5 generations
IVANHOWE (GER), won 2 races in Germany at 3 years, 2013 and £37,585 including Oppenheim Union-Rennen,
Cologne, Gr.2 and placed once, all his starts.
1st Dam
Indigo Girl (GER), won 1 race in Germany at 3 years and £25,171, placed third in pferdewetten.de Preis der
Diana (Oaks), Hamburg, Gr.1; dam of 2 winners:
IVANHOWE (GER), see above.
IRVING (GB) (2008 c. by Singspiel (IRE)), won 3 races in Germany at 4 years, 2012, £12,874, placed twice.
Indigolith (GER) (2009 c. by Motivator (GB)), placed once in Germany at 3 years, 2012.
Indigo Eagle (GER) (2012 c. by Adlerflug (GER)).
2nd Dam
INDIAN JEWEL (GER), won 2 races in Germany at 2 and 3 years and placed twice; dam of 6 winners:
IRULAN (IRE) (g. by Monsun (GER)), won 8 races in France and Germany to 7 years and £77,473 including
Jean Harzheim Rennen, Cologne, L., placed third in Grand Prix de Compiegne, Compiegne, L.
INDIAN BREEZE (GER) (f. by Monsun (GER)), won 2 races in Germany at 3 years including P. BadenBadener Hotellerie & Gastronmie, Baden-Baden, L., placed second in Hanshin-Cup, Hamburg, L..
Indigo Girl (GER), see above.
Iolith (GER) (g. by Monsun (GER)), won 3 races in France and Germany at 3 and 4 years and £48,257, placed
second in G.P. der Landeshauptstadt Dusseldorf, Dusseldorf, Gr.3; also won 2 races over hurdles.
IASON (GER), won 6 races in Germany from 4 to 7 years and £29,559 and placed 18 times.
IMPOSTOR (GER), won 4 races in France and Germany from 3 to 5 years, 2013 and £38,611, placed 4 times.
2nd Dam
INDIAN JEWEL (GER), won 2 races in Germany at 2 and 3 years and placed twice; dam of 6 winners:
IRULAN (IRE) (g. by Monsun (GER)), won Freitag,
8 races 21.
in France
and Germany to 7 years and £77,473 including
Juni 2013
Turf-TimesJean Harzheim Rennen, Cologne, L., placed
third in Grand Prix de Compiegne, Compiegne, L.
INDIAN BREEZE (GER) (f. by Monsun (GER)), won 2 races in Germany at 3 years including P. BadenBadener Hotellerie & Gastronmie, Baden-Baden, L., placed second in Hanshin-Cup, Hamburg, L..
Indigo Girl (GER), see above.
Iolith (GER) (g. by Monsun (GER)), won 3 races in France and Germany at 3 and 4 years and £48,257, placed
second in G.P. der Landeshauptstadt Dusseldorf, Dusseldorf, Gr.3; also won 2 races over hurdles.
IASON (GER), won 6 races in Germany from 4 to 7 years and £29,559 and placed 18 times.
IMPOSTOR (GER), won 4 races in France and Germany from 3 to 5 years, 2013 and £38,611, placed 4 times.
Indianapolis (GER), placed twice in Switzerland at 3 years; dam of a winner.
Ice Cool (FR), 3 races in France at 2 and 3 years, 2012 and £55,362, placed third in Prix Thomas Bryon,
Saint-Cloud, Gr.3.
3rd Dam
INDIAN PEARL (GER), Jt top rated 3yr old filly in Germany in 1978, won 5 races in West Germany including
Ford Hentschel-Pokal-Deutscher, Hannover, Gr.3, G. P. der International Harvester, Neuss, Gr.3, GontardRennen, Baden-Baden, L. and Nereide-Rennen, Gelsenkirchen, L., placed 4 times including second in Preis
der Diana, Mulheim, Gr.2 and Ludwig Goebels-Erinnerungsrennen, Krefeld, Gr.3; dam of 6 winners including:
INDIAN DIAMOND (GER), won 6 races in West Germany and placed 4 times.
INDIAN NIGHT (GER), won 1 race in West Germany; dam of winners.
Indian Ruby (GER), 2 races in Germany, placed second in Oppenheim Colonia Union-Rennen, Cologne,
Gr.2 and Europachampionat, Hoppegarten, Gr.2.
Indian View (GER), 1 race in Germany, placed second in Henkel Trial - Dusseldorfer Stutenpreis,
Dusseldorf, L. and third in Black Sam Bellamy-Stutenpreis, Cologne, L.
Indian Star (GER), 2 races in Germany, third in Ittlingen Pokal, Hamburg, L.; also 5 races over hurdles.
The next dam INDRA (GER), 4th top rated 3yr old filly in Germany in 1965, won 3 races in West Germany
including Preis der Diana, Mulheim; Own sister to INGA (GER) and Indira II; dam of 7 winners including:
INDIAN PEARL (GER), see above.
ILION (GER), won 4 races in West Germany including Grosser Preis von Krefeld, Krefeld, L. and Preis von
Hoppegarten, Dortmund, placed second in Moormann-Rennen, Dortmund, L.
ICH DIEN (GER), won 4 races in West Germany; dam of winners.
IRISH STEW (GER), Top rated older miler in Germany in 1992, 6 races in West Germany including
Ostermann Pokal, Koln, Gr.3, Brandenburg Trophy der Landesbank Berlin, Hoppegarten, Gr.3 and
Orakel der Dreijahrigen, Mulheim, L., placed second in Grosser Kaufhof Preis, Koln, Gr.2 (twice).
ISABELLITA (FR), won 1 race in West Germany; dam of winners.
INDEX (GER), 6 races in West Germany including G. Thier Preis-Deutsches St Leger, Dortmund, Gr.2,
Bayerisches Zuchtrennen, Munich, Gr.3 and Grosser Preis der Stadt Gelsenkirchen, Gelsenkirchen,
Gr.3, placed third in Grosser Preis von Dusseldorf, Dusseldorf, Gr.2.
ISTRIA, Champion 2yr old filly in Germany in 1979, 2 races in West Germany including Preis der
Winterkonigin, Mulheim, L., placed fourth in Preis der Diana, Mulheim, Gr.2; dam of COMIC BLUSH
(USA), 8 races in U.S.A. including Gravesend Handicap, Aqueduct, L. and Sporting Plate Handicap,
Aqueduct, L., placed second in Toboggan Handicap, Aqueduct, Gr.3; sire, DR ADAGIO (USA), 4 races
in Canada including Don Leon Handicap, Hawthorne, L., placed third in Eclipse Handicap, Woodbine,
Gr.3, STARITA (USA), 7 races in U.S.A. including Cornell Breeders' Cup Handicap, Finger Lakes;
grandam of MAYO ON THE SIDE (USA), 7 races in U.S.A. including Humana Distaff Handicap,
Churchill Downs, Gr.1, placed third in Overbrook Spinster Stakes, Keeneland, Gr.1, HONKY TONK
TUNE (CAN), Champion 2yr old filly in Canada in 1994, 6 races in Canada including Mazarine
Stakes, Woodbine, L., Ontario Debutante Stakes, Woodbine, L.R., Shady Well Stakes, Woodbine, L.R.,
Victoria Stakes, Woodbine, L. and Achievement Stakes, Woodbine, L.R., A P ANDIE (USA), 6 races in
U.S.A. including Correction Handicap, Aqueduct, L., NOTGIVINMYLOVEAWAY (USA), 3 races in
Canada and U.S.A. including Pennsylvania Nursery Stakes, Philadelphia Park, R., HORAH FOR
BAILEY (USA), won Catcharisingstar Stakes, Calder; third dam of MUCHO MAS MACHO (USA), won
Fort Lauderdale Stakes, Gulfstream Park, Gr.2, LORD OFTHE THUNDER (USA), 7 races in U.S.A.
including Kings Point Handicap, Aqueduct, L.R., BERNIE THE MAESTRO (USA), 14 races in U.S.A. at
2 to 6 years, 2013 including Ride the Rails Stakes, Calder and American Dreamer Stakes, Calder,
FRENCH DIP (USA), 3 races in U.S.A. including Hilbys Brite Flight Stakes, Aqueduct.
ISABELLINA (GER), 2 races in Norway and placed once; dam of IN THE SALTMINE (FR), 3 races in
Germany including Bayerischer Stutenpreis, Munich, L.
Iniga, ran once in West Germany; dam of Ifen (GER), 9 races in Germany, placed third in Excelsior Hotel
Ernst Criterium, Koln, L.
© Copyright of WEATHERBYS. All Rights Reserved.
PEDIGREE REPORTS ARE AVAILABLE FROM OUR ‘BLOODSTOCK REPORTS’ WEBSITE AT
www.bloodstockreports.com
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Turf-Times
Freitag, 21. Juni 2013
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Hat den längstem Atem: Lucarelli mit Lennart Hammer-Hansen kommt im Silbernen Band zu seinem ersten Listentreffer. www.galoppfoto.
de - Sandra Scherning
Köln, 16. Juni
Preis der Oppenheim Vermögensverwaltung - Silbernes Band des Rheinlandes - Listenrennen, 20000
€, Für 4-jährige und ältere Pferde, Distanz: 3000m
LUCARELLI (2006), H., v. High Chaparral - Lavorna v.
Acatenango, Zü. u. Bes.: Gestüt Haus Ittlingen, Tr.: Ferdinand Leve, Jo.: Lennart Hammer-Hansen, GAG: 91 kg
2. Slowfoot (Hernando), 3. Andreas (Dr Fong), 4. Leopardin, 5. Supersonic Flight, 6. Aviator
Si. ½-1-¾-2½-6
Zeit: 3:12,65 • Boden: gut
Es ist sicher nicht ganz leicht, diesbezüglich zu recherchieren, doch dürfte es schon ziemlich einmalig sein,
dass zwei rechte Geschwister innerhalb von zwei Stunden auf verschiedenen Bahnen ihr jeweils erstes Listenrennen gewinnen. Den Anfang machte in Köln Lucarelli,
mit sieben Jahren eigentlich schon ein Veteran, aber von
Jahr zu Jahr, von Start zu Start gesteigert.
Dreijährig gewann er in der Obhut von Torsten Mundry
zwei Rennen, war vierjährig nur wenige Male herauszubringen, wobei er es bei einem Treffer auf kleinerer Ebene beließ. Im vergangenen Jahr war er ausschließlich in
Handicaps am Start, er gewann zwei Ausgleiche III über
jeweils 2000 Meter. Im Herbst war dann die Form etwas
weg, in dieser Saison deutete er in Hoppegarten bei seinem vierten Rang im Oleander-Rennen (Gr. III) an, dass
er auf langen Distanzen noch einmal steigerungsfähig ist.
Ende vergangenen Jahres bekam er ein GAG von 70,5
kg, jetzt steht er über zwanzig Kilo höher! Der in diesem Jahr am Derbytag ausgetragene "Lange Hamburger"
wird das nächste logische Ziel sein.
Er ist der Erstling seiner nicht gelaufenen Mutter, das
zweite Produkt war Laviva, dann kam Love Happens
(Motivator), auch schon zweifache Siegerin 2013, am
Sonntag Dritte im Ausgleich III in Hannover. Die zwei
Jahre alte Look of Love (Shirocco) ist in Warendorf im
Training, eine Jährlingsstute stammt von Adlerflug, ein
Hengstfohlen von Motivator.
Lavorna ist Schwester von vier Siegern, die nächste
Mutter La Donna (Shirley Heights) war u.a. Dritte im
Preis der Diana (damals gr. II). Sie ist eine Halbschwester zu den Derbysiegern Lando (Acatenango) und Laroche (Nebos), vertritt somit die erfolgreichste Ittlinger
Familie.
www.turf-times.de
Besitzerin und Züchterin Janet Leve-Ostermann mit dem Listensieger Lucarelli und Jockey Lennart Hammer-Hansen im Kölner Absattelring, während sich Trainer Ferdinand Leve in Hannover um
die rechte Schwester Laviva kümmerte. Foto: Gabriele Suhr
Turf-Times
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Freitag, 21. Juni 2013
Das"Ittlingen-Duell": Laviva mit Robert Havlin (weiße Kappe) gewinnt den Großen Preis der VGH Hannover. www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Hannover, 16. Juni
Großer Preis der VGH Versicherungen - Listenrennen, 20000 €, Für 4-jährige und ältere Stuten, Distanz: 1900m
LAVIVA (2008), St., v. High Chaparral - Lavorna v.
Acatenango, Zü. u. Bes.: Gestüt Haus Ittlingen, Tr.:
Ferdinand J. Leve, Jo.: Robert Havlin, GAG: 86.5 Kg,
2. Lalandia (Medicean), 3. Path Wind (Anabaa), 4. Lebensglück, 5. Seperate Opinion, 6. Adriana, 7. Emily
of Tinsdal, 8. Moi Lolita, 9. Absolutly Me, 10. Wanda's
Girl, 11. Kaya Belle, 12. Mrs Miller, 13. Missunde
Ka. kK-½-1¾-1¼-H-K-½-H-½-1½-K-¾
Zeit: 2:00,50
Boden: gut
8 Klick zum Video
Zu Laviva muss bezüglich der Abstammung nicht
mehr viel gesagt werden, ist sie doch die rechte Schwester zu Lucarelli. Als Listensiegerin und Tochter von
High Chaparral (Sadler's Wells) aus einer vorzüglichen Familie ist ihr ein Platz in der Zucht natürlich
sicher. Auch sie hat in den vergangenen Wochen gewaltige Schritte gemacht, ist allerdings auch erst wenig
gelaufen. Dreijährig war sie nur einmal am Start, letzte
Saison gewann sie zwei Rennen, startete mit einem Rating von 67,5 kg in die Saison, das hat sie um nahezu
zwanzig Kilo steigern können. Gewonnen hatte sie im
März ein Handicap in Bremen, der Sprung in Hannover
war natürlich enorm, wenngleich zu konstatieren ist,
dass es sich um ein qualitativ übersichtlich besetztes
Rennen gehandelt.
Ihr Team hat konsequent die Chance auf "Black Type"
gesucht und auch gefunden. Der Hanshin-Cup (LR)
über 2200m am Derby-Vortag in Hamburg könnte die
nächste Möglichkeit für sie sein.
www.turf-times.de
Albert Darboven,
Kaffeeröster
Manche sagen
Pferdesport dazu.
Ich nenne es Leidenschaft.
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Turf-Times
Freitag, 21. Juni 2013
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Die Röttgenerin Sharin mit Daniele Porcu vor dem Schecken Silvery Moon mit Andrasch Starke, der bei seinem Deutschland-Debut zum
Medienstar und Publikumsmagneten wurde. www.galoppfoto.de - Sandra Scherning
Zweijährigen-Sieger
Köln, 16. Juni
Max von Oppenheim-Gedächtnispreis - Versuchsrennen der Zweijährigen - Kat. D, 5100 €, Für 2-jährige sieglose Pferde, Distanz: 1200m
SHARIN (2010), St., v. Areion - Sisika v. King's Theatre,
Zü. u. Bes.: Gestüt Röttgen, Tr.: Markus Klug, Jo.: Daniele Porcu, GAG: 73,5 Kg,
2. Silvery Moon (I Was Framed), 3. Lucretia (Sabiango), 4. Diamond Dust
Si. H-10-3½
Zeit: 1:10,92 • Boden: gut
So ganz beliebt hat sich Sharin mit ihrem Sieg sicher
nicht gemacht, denn die Sympathien der Besucher, weniger jedoch der Wetter, gingen mit Silvery Moon, der
der Röttgener Stute auf den letzten Metern gefährlich
nahe rückte. Die später im Jahr für den Preis der Winterkönigin (Gr. III) genannte Tochter von Areion (Big
Shuffle) kam aber knapp hin.
Sie stammt aus der Familie der erstklassigen Vererberin
Reprocolor (Jimmy Reppin), die Linie, die international so viele große Sieger auf der Bahn hatte, ist im Moment in Röttgen etwas schwach vertreten, weswegen der
Erfolg einer Stute sicher sehr willkommen ist. Die Mutter
Sisika ist nicht gelaufen, sie ist eine Schwester des populären dreifachen Gr.-Siegers Simonas (Sternkönig),
des dreifachen Listensiegers Syrakus (Kris) und des Gr.
II-Zweiten und Deckhengstes Sir Warren (Warning).
Sharin ist das dritte Produkt der Sisika, die drei Jahre
alte Selda (Desert Prince) steht gleichfalls bei Markus
Klug. Dieses Jahr hat die Mutter ein Stutfohlen von Sir
Percy gebracht und stand auf der Liste von Literato.
www.turf-times.de
Sharin mit Daniele Porcu nach ihrem Kölner Erfolg. www.galoppfoto.de - Sandra Scherning
Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
Dreijährigen-Sieger
Krefeld, 15. Juni
Preis der BS Mönke GmbH - Kat. D, 5100 €, Für
3-jährige sieglose Pferde, Distanz: 1400m
WORLDWIDE (2010), H., v. Oasis Dream - Global
Trend v. Bluebird, Zü.: Millsec Limited, Bes.: Guido
Werner Hermann Schmitt, Tr.: Mario Hofer, Jo.: Stefanie Hofer, GAG: 71,5 kg,
2. König Arte (Big Shuffle, 3. First Line (Big Shuffle), 4.
Jezlay, 5. Kenia, 6. Miss Rembrandt, 7. Swap
Si. H-¾-¾-½-1-15
Zeit: 1:26,38
Boden: gut
Knapper Sieg nach einem turbulenten Rennverlauf: Worldwide mit
Steffi Hofer (vorne). www.klatuso.com - Klaus-Jörg Tuchel
Ein zwischenfallreiches Rennen mit einem Sieger,
der noch von sich reden machen könnte. Mario Hofer
scheint da für Guido Schmitt ein interessantes Pferd in
England gekauft zu haben, die Nennung im Superhandicap in Bad Harzburg wird kaum umsonst abgegeben
worden sein. 10.000gns. hatte Worldwide bei Tatter-
Am Ende eines turbulenten Rennens musste auch Steffi Hofer nach
dem Zieldurchlauf noch aus dem Sattel des Siegers Worldwide, als
sie von der reiterlosen Gitana behindert wurde. Auslöser war Jockey
Wladimir Panov, der mit König Arte nach außen zog und damit First
Linie mit Andreas Helfenbein zu einem Ausweichmanöver zwang.
Dadurch wurde wiederum Gitana bedrängt, wodurch Filip Minarik
zu Fall kam. Panov bekam wegen dieses Vorfalls eine sechstägige Strafe, fehlt somit beim Derby-Meeting in Hamburg. Pferde und
Reiter überstanden die Stürze unverletzt. www.klatuso.com - KlausJörg Tuchel
11
salls vergangenen Oktober in Newmarket gekostet, wegen einer Fissur war er zweijährig nicht am Start.
Der Wallach ist das vorerst letzte von nur drei Fohlen der nicht gelaufenen Global Trend, die zwei andere
Sieger auf der Bahn hat und Schwester des in Frankreich und in den USA auf Listenebene erfolgreichen
Night Chapter (Night Shift) ist. Ein Bruder der zweiten
Mutter Context (Zafonic) ist der zweifache Gr.-Sieger
und Deckhengst Bon Point (Soviet Star).
www.turf-times.de
Krefeld, 15. Juni
Preis des Weingutes Villa Antinori - Kat. D, 5100 €,
Für 3-jährige sieglose Stuten, Distanz: 2200m
WILD SILVIA (2010), St., v. Silvano - Wild Side v. Sternkönig, Zü. u. Bes.: Gestüt Röttgen, Tr.: Markus Klug,
Jo.: Daniele Porcu, GAG: 72,5 kg,
2. Lady Liberty (Shirocco), 3. Amaita (Montjeu), 4. Monastrella, 5. Walzerprinzessin, 6. Salve Diana, 7. Indian
Lass, 8. Nausica Time, 9. Sojum, 10. La Pazza, 11. Meringa, 12. Saecula
Le. 2½-1¼-kK-¾-¾-kK-¾-3-1¼-5-3
Zeit: 2:17,96
Boden: gut
Bis vor einigen Tagen stand Wild Silva noch in der
Liste der startberechtigten Pferde für das Sparda 144.
Deutsche Derby (Gr. I). Dieser Sprung wäre nach dem
Maidensieg dann doch etwas gewagt, aber in jedem Fall
hat man in Röttgen größere Ambitionen, es geht jetzt
in das Gruppe-Rennen für Stuten in Hamburg und dann
in den Henkel-Preis der Diana (Gr. I). Etwas Anlaufzeit
hat die Tochter von Silvano (Lomitas) benötigt, das war
aber auch so bei ihrer so erfolgreichen Schwester Wild
Coco (Shirocco), bei nur sieben Starts zweimalige Gr.Siegerin, auch nicht unbedingt eine Frühaufsteherin.
Die Mutter Wild Side hatte zunächst drei Hengste gebracht, von denen Wendel (Definite Article) ein
guter Hürdler in England war. Die Stuten sind jedoch
um Klassen besser. Nach Wild Coco kam Wilddrossel
(Dalakhani), mehrfach in Gr.-Rennen platziert gelaufen, zuletzt Dritte im Gerling-Preis (Gr. II). Die zwei
Jahre alte Weltmacht (Mount Nelson) steht bei Markus Klug im Training, im Jährlingsalter ist Wild Motion (Motivator). In diesem Jahr stand Wild Side auf
der Liste von Oasis Dream. Die Siegerin u.a. im EuropaChampionat (Gr. II) aus einer stets modernen Linie
stammt von Sternkönig (Kalaglow), der tags darauf als
Mutterstutenvererber mit Ivanhowe (Soldier Hollow)
in der "Union" erfolgreich war.
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Turf-Times
Freitag, 21. Juni 2013
12
besseres Pferd in Tschechien. 2010 wurde sie in Newmarket für 300.000gns. an Katsumi Yoshida verkauft,
Quaduna hat somit die Aufgabe, ihr Erbe zu verwalten.
Brüder von Quelle Amore, die eine nach hinten heraus sehr starke Familie vertritt, sind der Listensieger
und aktuell wieder listenplatziert gelaufene Quidamo
(Monsun) und der 17fache Sieger Qsar (Tiger Hill).
www.turf-times.de
Leichter Sieg für Gestüt Fährhofs Quaduna mit Eduardo Pedroza in
Köln. www.galoppfoto.de - Sandra Scherning
Köln, 16. Juni
Simon Alfred von Oppenheim-Gedächtnispreis Kat. D, 8750 €, Für 3-jährige sieglose Pferde, Distanz: 1850m
QUADUNA (2010), St., v. Duke of Marmalade - Quelle
Amore v. Monsun, Zü. u. Bes.: Stiftung Gestüt Fährhof,
Tr.: Andreas Wöhler, Jo.: Eduardo Pedroza, GAG: kg,
2. Anatol Artist (Doyen), 3. Kanasubigi (Medicean), 4.
Morning Star, 5. Joker Hill, 6. Charlize
Le. 3-K-2½-4½-9
Zeit: 1:52,80
Boden: gut
Zweimal
war
Quaduna in der
laufenden Saison
an besseren Pferden gescheitert,
beim Debut am
späteren GruppeSieger
Lucky
Speed (Silvano),
danach an der
ebenfalls zu guten Taten fähigen
Daytona
Bay
(Motivator). Der
erste Treffer war
also fällig, Hamburg könnte den
nächsten
Start
von ihr sehen, das
Ziel ist die "Diana".
Sie stammt aus
dem ersten JahrDas Wunschergebnis erreicht: Quaduna und
Eduardo Pedroza in Köln. www.galoppfoto. gang ihres Vaters
Duke of Marmade - Sandra Scherning
lade (Danehill),
der in den vergangenen Wochen einige Listensieger
stellen konnte, ein Gruppe-Sieger fehlt jedoch noch. In
Deutschland hatte er die Brümmerhofer Siegerin Duchess Lemonade auf der Bahn.
Quadunas Mutter hat das Schwarzgold-Rennen (Gr.
II) gewonnen, ihr Sohn Betpak Lala (Shamardal) ist ein
Hannover, 16. Juni
Preis der VGH Vertretung Hensel & Hensel OHG,
Hannover - Kat. D, 5100 €, Für 3-jährige Pferde, die
kein Rennen der Kategorie A-C gewonnen haben,
Distanz: 2400m
QUIANIA (2010), St., v. Dansili - Quilanga v. Lomitas,
Zü. u. Bes.: Stiftung Gestüt Fährhof, Tr.: Simon Stokes,
Jo.: Jozef Bojko, GAG:69,5 kg,
2. Iberica (Shirocco), 3. Kara (Dai Jin), 4. Casiro, 5.
Echo Mountain, 6. Professor Struwel, 7. Old Thunder,
8. Fibonacci
Le. 2½-4½-K-½-¾-1-5
Zeit: 2:35,28
Boden: gut
Ließ sich Zeit mit dem ersten Start, der fiel dafür gleich sehr erfolgreich aus: Mit zweieinhalb Längen gewinnt Quiania mit Jozef Bojko.
www.galoppfoto.de - Sabine Brose
Ein "spätes Mädchen" ist Quiania, die auch aus diesem Grunde von Simon Stokes in Mahndorf vorbereitet
wird, doch könnte sie auf Dauer zu einer richtig guten
Stute heranreifen. Gezogen ist sie schließlich erstklassig, als Tochter von Dansili (Danehill) aus der Prix de
Psyche (Gr. III)-Siegerin Quilanga, die auch auf Listenebene erfolgreich war und im Fürstenberg-Rennen
(Gr. III) Platz drei belegte.
In der Zucht startete sie mit Quilali (Monsun), vierfacher Sieger in Deutschland und der Schweiz, die
dann folgende Quaringa (Königstiger) hat bisher noch
nichts gezeigt. Nach Quiania kamen Stuten von Sea
The Stars und Tiger Hill, dieses Jahr wurde Quilanga
von Areion gedeckt. Sie ist Schwester der Listensieger
Quinindo (Monsun) und Quixote (Pivotal) sowie der
Mutter des Gr. I-Siegers Querari (Oasis Dream), der
als Deckhengst in Südafrika steht.
www.turf-times.de
Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
Dritter Hannover-Start und nach zwei Platzierungen nun der erste
Sieg: Wahajama mit Norman Richter. www.galoppfoto.de - Frank
Sorge
Hannover, 16. Juni
Preis der VGH Vertretung Gambir & Ammar OHG,
Hannover - Kat. D, 5100 €, Für 3-jährige sieglose
Stuten, Distanz: 2000m
WAHAJAMA (2010), St., v. Dai Jin - Well Sired v. Surumu, Zü. u. Bes.: Peter Filipp, Tr.: Christian Sprengel,
Jo.: Norman Richter, GAG:70 kg,
2. Elle Same (Samum), 3. Magma (Dubai Destination),
4. Schwarzweiss, 5. Exotic Rose, 6. Vieille Sorciere, 7.
Angel Eyes, 8. Iraja, 9. Firefly, 10. Pharah Moheba, 11.
Antje, 12. Molto Veloce
Ka. kK-2½-1¾-1¼-5-1½-6-1-5-1-kK
Zeit: 2:07,46
Boden: gut
Eine starke kämpferische Leistung von Wahajama,
die bei ihren Starts zuvor jeweils Dritte war, womit ihr
Sieg alles andere als überraschend kam. Die Dai Jin
(Peintre Celebre)-Tochter ist das siebte Fohlen der
nicht gelaufenen Well Sired, die zuvor mit Wellinas
(Kalatos), Wyoming (Ransom O'War) und Wameer
(Dashing Blade) drei weitere Sieger gebracht hat. Der
zwei Jahre alte Winley (Kalatos) ist ebenfalls bei Christian Sprengel im Training, eine Jährlingsstute stammt
von Adlerflug. Für Wahajama dürfte es in Hamburg im
Handicap weitergehen.
Well Sired ist eine Schwester zu vier Siegern aus der
Röttgener W-Familie, die nächste Mutter Well Tamed
(Tamerlane) ist eine Halbschwester zur German 1000
Guineas (damals Gr. III)-Siegerin Well Proved (Prince
Ippi).
www.turf-times.de
I mpressum
Herausgeber:
Turf Times GbR, Schönaustraße 27, D-40625 Düsseldorf
Tel.: +49(0)2119653414, Fax: +49(0)2119653415
www.turftimes.de, eMail: [email protected]
Erscheinung: wöchentlich
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1 vom 1.3.2008
13
Hannover, 16. Juni
Preis der VGH Vertretung Christian Nicolai, Barsinghausen - Kat. D, 8750 €, Für 3-jährige sieglose
Pferde, Distanz: 1600m
EAST OF EDEN (2010), H., v. Rock of Gibraltar Elegant As Well v. Sadler's Wells), Zü. u. Bes.: Gestüt
Ammerland, Tr.: Peter Schiergen, Jo.: Koen Clijmans,
GAG: 67 kg, 2. Scorpio (Rail Link), 3. Emerald Fury
(Kheleyf), 4. Mister Mickey, 5. Rosentor, 6. Directa
Dancer, 7. Sun Empire, 8. Coya, 9. Insolita, 10. Siberian Princess, 10. Acama
Si. H-¾-1½-½-2½-9-1¼-3-5-4
Zeit: 1:41,84 • Boden: gut
Ein Schiergen-Debutant, der zu hoher Quote zum
Zuge kommt, das gibt es auch nicht gerade häufig. In
Hannover auch deshalb, weil der am Stall engagierte
Jockey auf dem Zweitplatzierten saß. East of Eden ist
der zweite Sieger seiner Mutter, die das Gestüt Ammerland für immerhin €260.000 in Deauville gekauft hat.
Sie konnte jedoch nicht an den Start gebracht werden,
wurde ungeprüft in die Zucht genommen, wo Elegant
As Well auch noch nicht überzeugen konnte.
Auf der Innenspur zum Erfolg: East of Eden (rechts) mit Koen Clijmans gewinnt. www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Von ihren Nachkommen vor East of Eden hat nur Ebony Boom (Boreal) ein Rennen im englischen Brighton
gewonnen. Ein zwei Jahre alter Kandahar Run-Sohn
steht bei Wolfgang Figge, es folgen Hengst und Stute
jeweils von Lope de Vega. Weiter hinten im Pedigree
findet man eine Reihe von prominenten Namen, was den
hohen Preis für die Stute als Jährling durchaus rechtfertigt. Sogar der Name ihres Vaters Sadler's Wells (Northern Dancer) taucht auf, er ist ein Sohn einer Schwester
von East of Edens dritter Mutter Bound (Nijinsky).
www.turf-times.de
Redaktion:
Daniel Delius (verantwortl.), Tel +49(0)1713426048,
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Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
Turf I nternational
Chantilly, 16. Juni
Prix de Diane Longines - Gruppe I, 1000000 €, 3j.
Stuten, Distanz: 2100m
TRÊVE (2010), St., v. Motivator - Trévise v. Anabaa,
Bes. u. Zü.: Haras du Quesnay, Tr.: Christiane HeadMaarek, Jo.: Thierry Jarnet
2. Chicquita (Montjeu), 3. Silasol (Monsun), 4. Tasaday, 5. Pearlside, 6. Altérite, 7. Esotérique, 8. Flotilla,
9. Endio, 10. Baltic Baroness, 11. Sage Melody
4, kH, 1 1/4, 3, 2 1/2, 1 1/2, 3/4, 4, 1 1/2, 12
Zeit: 2:03,77 • Boden: gut
8 Klick zum Video
To the winner:
64%
2, 3, 4yos
TOTAL:
€571.400
€€937.096
* elligible : French breds & assimilated
! FR WINNER* = FR PREMIUMS !
Zweimal hatte die heute 64 Jahre alte Christiane
"Criquette" Head-Maarek den Prix de Diane schon
gewonnen, den ersten Erfolg feierte sie 1982 als damals
noch sehr junge Trainerin mit Harbour (Arctic Tern),
2000 war sie dann noch einmal mit Egyptband (Dixieland Band) erfolgreich. Dass ihr dritter Treffer in diesem Klassiker mit Treve gelang, einem Pferd, das aus
der Zucht und im Besitz ihrer Familie steht, war auch
ein besonderes emotionales Ereignis. Ihr Vater Alec
Head hatte das Rennen erstmals 1971 mit Pistol Packer
für sich entscheiden können.
Treve, die als Jährling in Deauville im Oktober für
€22.000 zurückgekauft wurde, kam als relativ "dunkles" Pferd in den Prix de Diane. Zweimal war sie zuvor
gelaufen, in beiden Fällen hatte sie gewonnen, im letzten September über 1600m in Longchamp und im Mai
ebenfalls über die Meile in Saint-Cloud, nicht einmal
in Black Type-Rennen war sie zuvor am Start gewesen.
14
Jedes Mal saß der inzwischen auch schon 46 Jahre alte
Thierry Jarnet im Sattel. Im Winter war Treve noch im
Gestüt, am 15. Februar kam sie in den Rennstall zurück,
die Arbeitsleistungen waren stets bedeutend. Letztlich
war ihre Quote gegen Gruppe-Siegerinnen so hoch
nicht. Criquette Head-Maarek, die bis zum Sonntag in
einer bislang ziemlich verkorksten Saison gerade einmal drei Rennen gewonnen hatte, berichtete später von
zwei sehr ernsthaften und hohen Angeboten, die es auf
die Stute gegeben hatte, sie wurden abschlägig beschieden und im Moment steht ein Verkauf auch nicht zur
Diskussion. Sie hat keine Nennung für den Prix de l'Arc
de Triomphe (Gr. I), was ihre Trainerin schon bedauerte, doch erklärte sie, dass bei einem guten Abschneiden beim nächsten Start, der im Prix Vermeille (Gr. I)
geplant ist, über eine Nachnennung nachgedacht wird.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass Treve, die bei ihrem
Sieg einen neuen Bahnrekord aufstellte, im kommenden
Jahr im Training bleibt. Die bisherige Bestzeit für diese
Distanz in Chantilly hatte Darsi (Polish Precedent) bei
seinem Sieg im Prix du Jockey Club (Gr. I) 2006 aufgestellt, er war in 2:05,80 zwei Sekunden langsamer als
die Stute.
Treves Vater Motivator (Montjeu) steht seit diesem
Jahr im Haras du Quesnay der Familie Head. Diese
hielt bereits Anteile an ihm, als er noch in England in
den Royal Studs aufgestellt war. Seine Karriere dort
war insofern etwas unglücklich, da er 2010 wegen einer
Verletzung komplett aussetzen musste. Sein bisher bester Nachkomme war die Prix de l'Opera (Gr. I)-Siegerin
Ridasiyna, in der deutschen Zucht hat er u.a. den Gr.
III-Sieger Felician sowie Aviator und Lyssio gebracht.
Die Mutter von Treve hat zweijährig gewonnen, sie ist
Mutter auch von Trois Rois (Hernando), Listensieger
und Dritter im Prix Greffulhe (Gr. II). Eine zwei Jahre
alte Stute stammt von Mr. Sidney, ein Jährlingsstute
von Fuissé, sie ist tragend von Motivator. Die nächste
Mutter Trevillari (Anabaa) ist Schwester zu acht Siegern, die vierte Mutter ist die große Renn- und Zuchtstute Trillion (Hail to Reason), zu deren Nachkommen
die neunmalige Gr. I-Siegerin Triptych (Riverman)
zählt.
www.turf-times.de
15
Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
Zahl der Woche
46.000
Zuschauer sorgten am Sonntag im Prix de Diane für
einen neuen Besucherrekord auf der Bahn in Chantilly. France-Galop hatte allerdings auch ein großes
Rahmenprogramm mit Musikeinlagen und einer After Race-Party auf die Beine gestellt.
Chantilly, 16. Juni
Prix du Lys Longines - Gruppe III, 80000 €, 3j.
Hengste und Wallache, Distanz: 2400m
FLINTSHIRE (2010), H., v. Dansili - Dance Routine v.
Sadler's Wells, Bes.: Khalid Abdullah, Zü.: Juddmonte,
Tr.: Andre Fabre, Jo.: Maxime Guyon
2. Park Reel (Country Reel), 3. Très Blue (Anabaa
Blue), 4. Manndawi, 5. Garrogorille, 6. Green Byron,
7. Golden Bowl, 8. Himalaya Dream, 9. Artibai
3, H, 1/2, 2, N, kH, 1/2, 2
Zeit: 2:28,03 • Boden: gut
Es war der erstaunliche 15. Erfolg von Trainer Andre
Fabre im Prix du Lys, traditionell ein wichtiger Test
im Vorfeld des Grand Prix de Paris (Gr. I). Flintshire,
der erst zum dritten Mal am Start war und sehr souverän zum Zuge kam, wandelt auf den Spuren von einstigen Fabre-Cracks wie Rail Link, Swain, Desideratum oder Doyen, die alle dieses Rennen und dann noch
weit mehr gewinnen konnten. Flintshire ist der vierte
Sieger der ausgezeichneten Rennstute Dance Routine,
die den Prix de Royallieu (Gr. II) und den Prix de Royaumont (Gr. III) gewann und Zweite im Prix de Diane
(Gr. I) war. Mit dem ebenfalls von Dansili (Danehill)
stammenden Dance Moves hatte sie zuvor schon einen
Listensieger auf der Bahn. Sie ist eine Schwester des
mehrfachen Gr. III-Siegers und Deckhengstes Apsis
(Barathea) sowie von vier anderen Black Type-Pferden.
Aus der Familie stammt auch der in diesem Jahr zu großer Form gefundene Gr.-Sieger Don Bosco (Barathea).
www.turf-times.de
Chantilly, 16. Juni
Prix Bertrand du Breuil (Ex Prix du Chemin de Fer
du Nord) - Gruppe III, 80000 €, 4j. u. ält., Distanz:
1600m
MAINSAIL (2009), H., v. Oasis Dream - Docklands v.
Theatrical, Bes.: Khalid Abdullah, Zü.: Juddmonte, Tr.:
Pascal Bary, Jo.: Christophe Soumillon
2. Laygirl (Layman), 3. Poupée Flash (Elusive Quality), 4. Foreign Tune, 5. Caserta, 6. Spoil the Fun
1 3/4, N, kK, 1, 2
Zeit: 1:41,94 • Boden: gut
Ein wenig aufregend besetztes Gruppe-Rennen, dokumentiert auch dadurch, dass etwa die Zweitplatzierte
Laygirl im Februar in Cagnes-sur-mer für rund €9.000
in einem Verkaufsrennen in Cagnes-sur-mer geclaimt
wurde. Der Sieger Mainsail, immerhin, war zuvor bereits Listensieger und im vergangenen Jahr Zweiter im
Prix Daphnis (Gr. III). Gezogen ist der Oasis Dream
(Green Desert)-Sohn erstklassig, denn er ist ein Bruder
zu drei Deckhengsten, dem Grand Prix de Paris (Gr. I)und Prix de l'Arc de Triomphe (Gr. I)-Sieger Rail Link
(Dansili), dem dreifachen Gr.-Sieger Crossharbour
(Zamindar) und dem La Coupe (Gr. III)-Sieger Chelsea Manor (Grand Lodge). Die Mutter Docklands war
fünffache Siegerin, ist Schwester des July Stakes (Gr.
III)-Siegers und Deckhengstes Wharf (Storm Bird).
www.turf-times.de
Cork, 16. Juni
Cork Racecourse Mallow Noblesse Stakes - Gruppe
III, 82500 €, 3j. u. ält. Stuten, Distanz: 2400m
MIDNIGHT SOPRANO (2007), St., v. Celtic Swing Midnight Glimmer v. Dr Devious, Zü. u. Bes.: J. Monaghan, Tr.: Paul Deegan, Jo.: M. M. Monaghan
2. Magical Dream (Galileo), 3. Cubanita (Selkirk), 4.
Silky, 5. Say, 6. We'll Go Walking, 7. Testosterone, 8.
Beach of Falesa
K, kK, 2 1/4, 1 3/4, 3/4, 2, 37
Zeit: 2:40,81
Boden: weich
Gleich beim Jahresdebut zeigte sich Midnight Soprano in guter Form, gewann das achte Rennen ihrer Karriere, das erste auf Gr.-Ebene. Vergangenes Jahr hatte sie
auf dem Curragh und in Leopardstown bereits Listenrennen für sich entscheiden können. Midnight Soprano
stammt von dem Gr. I-Sieger Celtic Swing (Damister),
der als Deckhengst nur durchschnittlichen Erfolg hatte,
in Irland und Italien stand, 2010 einging. Die Mutter ist
platziert gelaufen, sie hat auch Celtic Soprano (Celtic
Swing) auf der Bahn, diese war mehrfach listenplatziert. Die nächste Mutter ist die Listensiegerin Nordic
Soprano (Nordico), sie war auch Zweite in den Railway
Stakes (Gr. III) und den Silken Glider Stakes (Gr. III).
www.turf-times.de
Vermischtes
Korrektur
Der Besitzer des Pferdes Kugelblitz (Dubawi),
BBAG-Kauf und vorletzte Woche beim Debut in
Frauenfeld erfolgreich, heißt Philipp Sander (Philipp Schärer ist der Trainer).
Turf-Times
Freitag, 21. Juni 2013
16
Sorgte für eine Überraschung gleich zum Auftakt des Royal-Ascot-Meetings - Declaration Of War holt sich in den Queen Anne Stakes den
ersten Gr. I-Treffer. www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Royal Ascot, 18. Juni
Queen Anne Stakes (British Champions Series) Gruppe I, 432000 €, 4j. u. ält., Distanz: 1600m
DECLARATION OF WAR (2009), H., v. War Front Tempo West v. Rahy, Bes.: Susan Magnier, Michael Tabor, Derrick Smith, Joseph Allen, Zü.: Joseph Allen, Tr.:
Aidan O'Brien, Jo.: Joseph O'Brien
2. Aljamaaheer (Dubawi), 3. Gregorian (Clodovil), 4.
Elusive Kate, 5. Trade Storm, 6. Libranno, 7. Chil the
Kite, 8. Penitent, 9. Sovereign Debt, 10. Trumpet Major, 11. Animal Kingdom, 12. Monsieur Chevalier, 13.
Gabrial
3/4, 1/2, 2, K, 1 1/4, K, K, 1 1/2, 2 3/4, 2, N, 9
Zeit: 1:38,48
Boden: gut
Es war ein bitterer Abschied von Animal Kingdom (Leroidesanimaux) von der Rennbahn, denn der
Hengst, der mit dem Kentucky Derby (Gr. I) und dem
Dubai World Cup (Gr. I) zwei der wichtigsten Rennen
der Welt gewonnen hatte, kam in Ascot überhaupt nicht
zurecht. Er verpullte sich auf den ersten Metern, wirkte
ohne Anlehnung hilflos und war bei der Hälfte der Distanz geschlagen. Der ambitionierte erste Auftritt des
Fünfjährigen in Europa endete mit einer bitteren Niederlage.
Gekürt wurde ein neuer Champion über die Meile,
Declaration of War, der für Ballydoyle einen perfekten Meetingsstart hinlegte. In der entscheidenden Phase
musste sich Joseph O'Brien auf dem Vierjährigen zwar
etwas rigide Platz verschaffen, am Ende gewann er aber
noch leicht.
Zweijährig blieb er bei zwei Starts für seinen Züchter
Joseph Allen im Stall von Jean-Claude Rouget ungeschlagen. Er wechselte dann in den Mitbesitz von Coolmore, ging Ende 2011 in die USA zu Todd Pletcher, da
man ihm dort aufgrund seines Pedigrees mehr zutraute.
Allerdings zog er sich im Training im Februar 2012 eine
Verletzung zu, nach einem Gestütsaufenthalt entschloss
man sich, ihn wieder nach Europa, diesmal nach Ballydoyle zu schicken. Er war beim späten Jahresdebut
im September 2012 auf Gr. III-Ebene als Vierter noch
rückständig, um dann ein Altersgewichtsrennen auf
dem Curragh und ein Gr. III-Rennen auf der Allwetterbahn in Dundalk zu gewinnen, über immerhin 2200m.
Dieses Jahr startete er mit einem Sieg über die Meile in
Leopardstown, der fünfte Platz in den von Farhh (Pivotal) gewonnenen Lockinge Stakes (Gr. I) war dann
etwas ernüchternd. "Er war dort einfach nicht soweit,
zudem haben wir ihn jetzt auch mehr auf Warten geritten", meinte O'Brien nach den Queen Anne Stakes.
Er ist Bruder von fünf Siegern, Vertiformer (Dynaformer) war Listensieger in Frankreich, War Pact (War
Front) war listenplatziert, der ein Jahr jüngere rechte
Bruder War Correspondent (War Front) hat dieses Jahr
zwei Rennen in Frankreich an sich bringen können. War
Front (Danzig), der im Besitz von Joseph Allen steht,
gehört zu einer Decktaxe von $80.000 auf der Claiborne Farm zu den teuersten Hengsten der USA. Auf Distanzen bis zu 1400m war er ein sehr gutes Rennpferd,
allerdings auf Sand. Er gewann das Alfred G. Vanderbilt
Handicap über 1200m, war in mehreren Gr. I-Rennen
platziert. Interessanterweise vererbt er aber auch sehr
Turf-Times
Freitag, 21. Juni 2013
Zufriedene Gesichter sehen anders aus ... Animal Kingdom mit
John Velazquez landete unter ferner liefen ... www.galoppfoto.de Frank Sorge
gute Grasbahnpferde, Joseph Allen schickt regelmäßig
Nachkommen von ihm nach Europa, wo jetzt Declaration
of War sein Aushängeschild ist. Er ist auch Vater des von
O'Brien trainierten UAE Derby (Gr. II)-Siegers Lines of
Battle und hatte am Dienstag mit War Command in den
Coventry Stakes (Gr. II) ein weiteres Erfolgserlebnis.
17
Royal Ascot, 18. Juni
King's Stand Stakes - Gruppe I, 432000 €, 3j. u. ält.,
Distanz: 1000m
SOLE POWER (2007), W., v. Kyllachy - Demerger v. Distant View, Bes.: S. Power, Zü.: G. Russell, Tr.: Edward
Lynam, Jo.: John Patrick Murtagh
2. Shea Shea (National Emblem), 3. Pearl Secret
(Compton Place), 4. Jack Dexter, 5. Reckless Abandon,
6. Heeraat, 7. Move in Time, 8. Swiss Spirit, 9. Shamexpress, 10. Bungle Inthejungle, 11. Medicean Man, 12.
Stepper Point, 13. Hoyam, 14. Doc Hay, 15. Prohibit,
16. Kingsgate Native, 17. Angels Will Fall, 18. Spirit
Quartz, 19. Ballesteros
H, 1 1/4, H, 1/2, 1, H, 3/4, K, H, H, 3/4, K, 1/2, 1/2,
kK, 1 1/2, kK, 6
Zeit: 0:58,88
Boden: gut
Seit Jahren zählt Sole Power zu den besten Fliegern im englisch-irischen Raum, seinen bislang größten Treffer erzielte er vor drei Jahren in York, als er
als 100:1-Außenseiter die Nunthorpe Stakes (Gr. I) gegen Starspangledbanner (Choisir) gewann. Vor zwei
Jahren siegte er in Haydock in den Temple Stakes (Gr.
II), im Mai gewann er in Newmarket die Pearl Bloodstock Palace House Stakes (Gr. III). Immer wieder zog
er sich in den vergangenen Jahren auch in den lukrativen Sprints in Meydan respektabel aus der Affäre, im
Al Quoz Sprint (Gr. I) war er dieses Jahr Vierter. Und
dort war stets Shea Shea (National Emblem) vor ihm,
der Wallach aus Südafrika, der auch diesmal als Favorit
dabei war, aber mit Rang zwei zufrieden sein musste.
Einmal mehr zeigte sich, dass zwischen den Spitzenfliegern weltweit nicht viel liegt, die Tagesform entscheidet.
"Animal Kingdom left his race in the paddock at
Royal Ascot today when he lost his focus after becoming studdish. Horrible way for him to end his
career, but it happened, I saw it with my own two
eyes and the horse spent his last 15 minutes in the
paddock on 5 legs. Not what we wanted to see. As
one of our partners said to me 'Sex in the work place
is never a good idea."
Barry Irwin
Seit Jahren eine feste Größe, jetzt wieder auf Gr. I-Parkett erfolgreich: Sole Power mit Johnny Murtagh in den King‘s Stand Stakes.
www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Declaration of Wars Mutter hat drei Rennen in den
USA gewonnen. Tempo West ist Halbschwester zum
vorjährigen USA-Spitzendreijährigen Union Rags (Dixie Union), der die Belmont Stakes (Gr. I) und im vergangenen Jahr die Champagne Stakes (Gr. I) gewonnen
hat. Er startete dieses Jahr seine Deckhengstkarriere für
$35.000 auf Lane's End. Die Familie hat eine Flut von
erstklassigen Siegern gebracht.
www.turf-times.de
32.000 Pfund hatte der Sieger als Jährling gekostet,
er stammt von dem über die Jahre höchst erfolgreichen
Kyllachy (Pivotal), der eine ganze Serie von überdurchschnittlichen Fliegern gebracht hat, in Deutschland etwa Mood Music. Sole Power ist Bruder von Cornus (Inchinor), ein 15facher Sieger in England, der u.a.
Zweiter in den Cornwallis Stakes (Gr. III) war. Ein bekannter Name im Pedigree ist der von Auction House
(Exbourne), Gr. II-Sieger und Deckhengst.
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Freitag, 21. Juni 2013
18
Atemberaubendes Finish in den St James‘s Palace Stakes: Das glückliche Ende hat Dawn Approach (hinten) mit Kevin Manning vor Toronado. www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Royal Ascot, 18. Juni
St James's Palace Stakes - Gruppe I, 432000 €, 3j.,
Distanz: 1600m
DAWN APPROACH (2010), H., v. New Approach Hymn of the Dawn v. Phone Trick, Bes.: Godolphin, Zü.
u. Tr.: Jim Bolger, Jo.: Kevin Manning
2. Toronado (High Chaparral), 3. Mars (Galileo), 4.
Mshawish, 5. Glory Awaits, 6. Dundonnell, 7. George
Vancouver, 8. Leitir Mor, 9. Magician
kK, 2 3/4, 1 1/4, 1 3/4, 1/2, 3 1/2, 2 1/2, kK
Zeit: 1:39,32 • Boden: gut
"Das größte Risiko ist, kein Risiko einzugehen."
Scheich Mohammed, in diesem Jahr in vielerlei
Hinsicht gebeutelter Züchter und Rennstallbesitzer,
brachte es nach den aufregenden St. James's Palace
Stakes auf den Punkt. Es war gerade 17 Tage her, seit
Dawn Approach, bis zu jenem Zeitpunkt ungeschlagen, im Epsom Derby (Gr. I) eine absolut desaströse
Vorstellung ablieferte. Jeder andere Trainer hätte dem
Hengst eine Pause gegönnt, hätte über die Ursachen
des damaligen Versagens tagelange Überlegungen
angestellt. Nicht so Jim Bolger, 61, irischer Trainer,
Züchter von Dawn Approach und noch Mitbesitzer.
Er allein beschloss, seinen Crack in Royal Ascot aufzubieten und er hatte die richtige Entscheidung getroffen. Er hatte nichts dem Zufall überlassen, hatte
mit Leitir Mor einen Tempomacher im Feld, der noch
fünf Tage zuvor in Leopardstown ein Gruppe III-Rennen über 1400m gewonnen hatte. Die Rechnung ging
letztlich voll auf. Auch wenn der Rennverlauf mehrere
Teilnehmer wenig begünstigte, denn ein Schlenker des
Außenseiters Glory Awaits Mitte der Zielgeraden ging
direkt in die Spur des danach völlig abbauenden Magician, der wiederum Dawn Approach und Toronado
behinderte. Es ist müßig darüber zu spekulieren, wie
das Rennen ansonsten ausgegangen wäre, die Beteiligten nahmen es schließlich sportlich.
"Für mich war die Pause nach Epsom keineswegs zu
kurz", meinte Bolger, "wir haben ihn nach dem Derby mit einer gebisslosen Zäumung geritten, für mich
sogar der Schlüssel zum Erfolg." Über weitere Pläne wollte sich der Trainer anschließend nicht äußern,
doch kommt auch der Prix Jacques le Marois (Gr. I)
über die Meile in Deauville in Betracht. Dort soll auch
der französische Derbysieger Intello (Galileo) seinen
nächsten Start absolvieren.
Die Perspektive von vorne: Dawn Approach (links) mit Kevin Manning gewinnt die St James‘s Palace Stakes. www.galoppfoto.de Frank Sorge
Turf-Times
19
Freitag, 21. Juni 2013
Sein Vater New Approach (Galileo) hat auch als
Zweijähriger die Gr. I-Rennen auf dem Curragh und
in Newmarket gewonnen, war dann dreijährig in den
2000 Guineas allerdings nur Zweiter hinter Henrythenavigator (Kingmambo), konnte jedoch für Bolger
in den Farben von Prinzessin Haya von Jordanien
das Epsom Derby (Gr. I) gewinnen. Dawn Approach
ist eindeutig sein Aushängeschild als Vererber mit
dem ersten Jahrgang, hinzu kommen die Oaks (Gr. I)Siegerin Talent und der Epsom Derby (Gr. I)-Zweite
Libertarian. Gr.-Rennen hat zudem die allerdings anschließend verunglückte Newfangled gewonnen. Die
mütterliche Linie ist zunächst keineswegs spektakulär,
weder die erste noch die zweite Mutter haben gewonnen. Jim Bolger, seit Jahren schon ein überaus erfolgreicher Züchter, hat die Linie selbst als "in erster und
zweiter Generation etwas ruhig" bezeichnet. Er selbst
war von Beginn an ein großer Fan von Galileo, was
für ihn als Züchter etwa durch New Approach belohnt
wurde, zu dem er Deckrechte besitzt. Pro Jahr kann er
ein Dutzend Stuten zu dem im Kildangan Stud stehenden Hengst schicken.
Hymn of the Dawn, die eine rein amerikanische
Abstammung hat, ist immerhin die Schwester von
Galantas (Tale of the Cat), Dritter in den Woodbine
Mile Stakes (Gr. I). Nach hinten heraus wird die Familie, die durch Erytheis (Theatrical), Mutter u.a. von
Energizer (Monsun) auch in Schlenderhan präsent
ist, deutlich stärker. Zwei Nachkommen, die Hymn
of the Dawn vor Dawn Approach hatte, waren eher
belanglos, die jetzt zwei Jahre alte Prudent Approach
(New Approach) wurde letztes Jahr von Bolger bei
Goffs für €775.000 verkauft, steht jedoch bei ihm im
Training. Ein Jährlingshengst stammt von Bolgers eigenem Deckhengst Vocalised (Vindication), der dreijährig zwei Gr. III-Rennen gewonnen hat, sehr gut
gezogen ist, aber mehr auf privater Basis im Redmonstown Stud aufgestellt wurde.
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Royal Ascot, 18. Juni
Coventry Stakes - Gruppe II, 105000 €, 2j., Distanz:
1200m
WAR COMMAND (2011), H., v. War Front - Wandering
Star v. Red Ransom, Bes.: Joseph Allen, Susan Magnier,
Michael Tabor, Derrick Smith, Zü.: Joseph Allen, Tr.:
Aidan O'Brien, Jo.: Seamie Heffernan
2. Parbold (Dandy Man), 3. Sir John Hawkins (Henrythenavigator), 4. Thunder Strike, 5. Jallota, 6. Stubbs, 7.
Wahaab, 8. Mawfoor, 9. Rosso Corsa, 10. Rouge Wave,
11. Dubawi Fun, 12. Lanark, 13. Riverboat Springs, 14.
Championship, 15. Thrtypointstothree
6, 3/4, 1/2, 1 1/4, H, 1, N, K, 3/4, 1 1/2, kK, H, 1 1/4, 8
Zeit: 1:12,86
Boden: gut
War Command mit Seamus Heffernan ist der Sieger in den Coventry
Stakes. www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Drei Pferde hatte Aidan O'Brien in diesem Rennen
gesattelt, mit War Command setzte sich überraschend
die dritte Farbe durch, ein Hengst, der erst elf Tage
zuvor in Leopardstown seine Maidenschaft abgelegt
hatte. O'Brien schaffte nach Declaration of War einen bemerkenswerten zweiten Erfolg an diesem Tag
für Züchter Joseph Allen und den Vater War Front
(Danzig), über den im Artikel zu den Queen Anne Stakes einiges steht. War Command ist Bruder zu acht
Siegern, u.a. Naval Officer (Tale of the Cat), Sieger
im Prix de Conde (Gr. III). Die Halbschwester Wonder
Woman (Storm Cat) ist Mutter von zwei Listensiegern
in Frankreich. Es handelt sich um die Familie des Gr.
III-Siegers und führenden Deckhengstes Silver Hawk
(Roberto).
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Sheikh Mohammed bin Rashid al Maktoum mit seinem Sieger Dawn
Approach. www.galoppfoto.de - Frank Sorge
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Freitag, 21. Juni 2013
20
Al Kazeem (rechts) fliegt mit James Doyle zum Sieg in den Prince of Wales‘s Stakes. www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Royal Ascot, 19. Juni
Prince Of Wales's Stakes (British Champions Series)
- Gruppe I, 617000 €, 4j. u. ält., Distanz: 2000m
AL KAZEEM (2008), H., v. Dubawi - Kazeem v. Darshaan, Bes.: D. J. Deer, Zü.: D. J. & Mrs Deer, Tr.: Roger
Charlton, Jo.: James Doyle
2. Mukhadram (Shamardal), 3. The Fugue (Dansili), 4.
Camelot, 5. Miblish, 6. Maxios, 7. Side Glance, 8. Afsare, 9. Red Cadeaux, 10. Saint Baudolino, 11. Windsor
Palace
H, 3 1/4, 1/2, 1 1/4, 1/2, 1, 2, 6, 3/4, 29
Zeit: 2:03,06 • Boden: gut
8 Klick zum Video
Trotz der Niederlage im Tattersalls Gold Cup (Gr. I)
hatten die Wetter noch einmal Camelot (Montjeu) das
Vertrauen geschenkt, doch blieb der vorjährige Champion seines Jahrgangs blass, konnte in der entscheidenden Phase der Prüfung nicht zulegen. Von Beginn an
war es ein schnelles Rennen, der für Camelot vorgesehene Tempomacher Windsor Palace kam gar nicht an
die Spitze, die hatte Mukhadram inne, der nach engagiertem Ritt von Paul Hanagan kurz sogar wie der
Sieger aussah, nachdem er Mitte der Geraden noch einen bequemen Vorteil hatte. Doch der stark gesteigerte
Haggas-Schützling musste sich letztlich Al Kazeem
beugen, der in diesem Jahr ebenfalls enorme Schritte
macht.
Zweijährig Sieger über 1600m in Newbury, gewann er
dreijährig dort ein Handicap über 2000m und fand sich
anschließend in drei Gruppe-Rennen im Folge auf Rang
zwei wieder, u.a. in den Great Voltigeur Stakes (Gr. II).
Vierjährig startete er mit einem Sieg in den Jockey Club
Stakes (Gr. II) in Newmarket, musste dann aber wegen
einer Beckenverletzung ein Jahr aussetzen. Dieses Jahr
ging es mit dem Sieg in den Gordon Richards Stakes
(Gr. III) weiter, anschließend gewann er den Tattersalls
Gold Cup (Gr. I), stets mit dem aufstrebenden James
Doyle im Sattel.
Der aus eigener Zucht stammende Dubawi-Sohn
ist ein Bruder zu zwei Siegern aus einer nur wenig
eingesetzten Darshaan-Stute, sie war gerade dreimal
am Start. In der Zucht hat sie vor und nach Al Kazeem so gut wie nichts geleistet, zwei unbedeutende Sieger von Averti und Royal Applause sind zu
verzeichnen, die Nachkommen nach dem aktuellen
Gr. I-Sieger sind noch sieglos. Kazeem ist Schwester zu sechs Siegern, der rechte Bruder Treasurer war
Zweiter auf Gr. II-Ebene in den USA. Stärker wie das
Pedigree später, denn die nächste Mutter Kanz (The
Minstrel) hat die Princess Elizabeth Stakes (Gr. III)
gewonnen und war Zweite in den Yorkshire Oaks (Gr.
I). Es handelt sich um die Familie auch in Deutschland erfolgreichen Gr. I-Sieger und Mill Reef-Söhne
Diamond Shoal und Glint of Gold, Schlenderhan hat
aus der Linie die Gr. I-Siegerin Catella (Generous) in
der Stutenherde.
Trainer Roger Charlton hat die Eclipse Stakes (Gr.
I), die nächste Aufgabe für Pastorius (Soldier Hollow),
noch nicht ganz ausgeschlossen, doch sind die King
George VI and Queen Elizabeth Stakes (Gr. I) wohl das
wahrscheinlichere Ziel für Al Kazeem. Langfristig wird
der "Arc" angepeilt, über 2400m hat er ja schon gewonnen.
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Freitag, 21. Juni 2013
Duntle gewinnt mit Wayne Lordan die Duke Of Cambridge Stakes.
Foto: www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Royal Ascot, 19. Juni
Duke of Cambridge Stakes - Gruppe II, 154000 €,
4j. u. ält. Stuten, Distanz: 1600m
DUNTLE (2009), St., v. Danehill Dancer - Lady Angola
v. Lord at War, Bes.: Flaxman Stables Ireland Ltd, Zü.:
Airlie Stud, Tr.: David Wachman, Jo.: Wayne Lordan
2. Ladys First (Dutch Art), 3. Dank (Dansili), 4. Beatrice Aurore, 5. Sarkiyla, 6. Chigun, 7. Sweetnessandlight,
8. Dancewiththedevil, 9. Thistle Bird
1/2, K, K, 2 3/4, 3, 1 1/4, K, 11
Zeit: 1:39,47 • Boden: gut
Schon vor Jahresfrist war Duntle in Royal Ascot erfolgreich gewesen, damals gewann sie das Sandringham
Handicap (LR), als vor Ort stark gewettetes Pferd. Mit
den Matron Stakes (Gr. I) hatte sie später im Jahr sogar
in Leopardstown schon dann ein Gr. I-Rennen gewonnen, doch musste sie wegen Behinderung einer Konkurrentin auf Platz zwei zurückgestuft werden. Vergangenen Sommer kam sie in Desmond Stakes (Gr. III) zum
ersten Erfolg auf dieser Ebene, legte beim Jahresdebut
in Amethyst Stakes (Gr. III) nach, und kam jetzt bei
ihrem erst achten Start überhaupt, zum bislang wichtigsten Karrieretreffer. Duntle, ein 36.000-€-Jährling
von Goffs, ist Schwester zu drei Siegern, die Mutter
Lady Angola hat dreijährig ein Rennen gewonnen, sie
kommt aus den USA. In der näheren Verwandtschaft ist
nur wenig "Black Type" zu finden. Die zweite Mutter
ist Halbschwester des Gr. I-Siegers und Deckhengstes
Al Mamoon (Believe It). Es ist die Familie der großen
Renn- und Zuchtstute Allez France. Der nächste Start
von Duntle könnte in den Beverly D Stakes (Gr. I) in
Arlington erfolgen.
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Royal Ascot, 19. Juni
Queen Mary Stakes - Gruppe II, 93000 €, 2j. Stuten,
Distanz: 1000m
RIZEENA (2011), St., v. Iffraaj - Serena's Storm v. Statue of Liberty, Bes.: Sheikh Rashid Dalmook Al Maktoum, Zü.: Round Hill Stud, Tr.: Clive Brittain, Jo.:
James Doyle
2. Sweet Emma Rose (City Zip), 3. One Chance (In-
21
vincible Spirit), 4. Fig Roll, 5. Reroute, 6. Survived, 7.
Alutiq, 8. Ventura Mist, 9. Kaiulani, 10. Fast, 11. Fire
Blaze, 12. Bye Bye Birdie, 13. Blithe Spirit, 14. Beldale
Memory, 15. Robynelle, 16. Lorimer's Lot, 17. Oriel,
18. Diamond Lady, 19. Quatuor, 20. Sandsman's Girl,
21. Baytown Kestrel, 22. Corncockle, 23. Go Glamorous
2, 1, 1/2, K, 3/4, N, 1, k, 2, kk, 3/4, H, 1/2, 1, H, 1/2
Zeit: 0:59,29 • Boden: gut
8 Klick zum Video
Ein bemerkenswerter Tag für den 25 Jahre alten
James Doyle, denn drei Rennen an einem Tag haben in Royal Ascot nur wenige seiner Berufskollegen gewinnen können. Rizeena rundete den Tag
ab, nach den Siegen mit Al Kazeem sowie Belgian
Bill im Royal Hunt Cup. Für Trainer Clive Brittain,
79, Nestor der Szene in Newmarket, war es dagegen schon Erfolg Nr. 17 seitdem Averof 1974 die St.
James's Palace Stakes (Gr. I) gewinnen konnte. Rizeena ist der zweite Nachkomme seiner zweijährig
siegreichen Mutter, der Erstling ist platziert gelaufen. Serena's Storm ist Halbschwester zu Puissance
de Lune (Shamardal), ein zweimaliger Gr.-Sieger in
Australien. Die dritte Mutter ist rechte Schwester zu
Serena's Song (Rahy), Championstute Mitte der 90er
Jahre in den USA, 18fache Siegerin, darunter in elf
Grade I-Rennen, sie auch Mutter der Coronation Stakes (Gr. I)-Siegerin Sophisticat (Storm Cat).
Rizeenas Vater Iffraaj (Zafonic), der im Kildangan Stud in Irland steht, hatte einen fulminanten
Start im Gestüt, war Champion mit dem ersten Jahrgang in Europa, er ist Vater des Gr. I-Siegers und
Deckhengstes Wootton Basett, aber fraglos ist Rizeena kein unwillkommener Treffer. Der Jahrgang
2011 scheint ohnehin wohl geraten zu sein. Für Rizeena war es beim vierten Start der dritte Sieg, sie
hatte zuvor ein Listenrennen in Sandown gewonnen.
Der einstige 50.000 gns.-Jährling von Tattersalls
peilt jetzt die Moyglare Stud Stakes (Gr. I) auf dem
Curragh in Irland an.
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Rizeena gewinnt mit James Doyle die Queen Mary Stakes. Foto:
www. galoppfoto.de - Frank Sorge
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Freitag, 21. Juni 2013
Royal Ascot, 19. Juni
Jersey Stakes - Gruppe III, 86000 €, 3j., Distanz: 1400m
GALE FORCE TEN (2010), H., v. Oasis Dream - Ronaldsay v. Kirkwall, Bes.: Michael Tabor, Susan Magnier, Derrick Smith, Zü.: S Tindall, D Ludlow & Stowell
Hill Ltd, Tr.: Aidan O'Brien, Jo.: Joseph O'Brien
2. Montiridge (Ramonti), 3. Tawhid (Invincible Spirit), 4. Garswood, 5. Music Master, 6. Pearl Flute, 7. Dont Bother Me, 8.
Ninjago, 9. Jammy Guest, 10. Tamayuz Star, 11. The Brothers
War, 12. Here Comes When, 13. Wll Acquainted, 14. Blaine,
15. Complimentor, 16. Parliament Square, 17. Pearl Sea, 18.
Mutin, 19. Ian's Dream, 20. One Word More, 21. Ajraam
K, 1 1/2, 1, 2, 1 1/4, K, 1, 1/2, kK, 1 3/4, 1/2, 1, 1/2, 3,
H, 3/4, 4, 3/4, 1 1/2, 2 • Zeit: 1:25,32 • Boden: gut
Mit zwei starken Leistungen aus den 2000 Guineas von
Frankreich und Irland im Gepäck kam Gale Force Ten als
Favorit an den Start der Jersey Stakes. Vergangenes Jahr
bereits Dritter in den Dewhurst Stakes, gewann er Anfang
April ein Listenrennen in Dundalk, war dann Vierter in der
Poule d'Essai des Poulains (Gr. I) und Zweiter zum Stallgefährten Magician (Galileo) in den Irish 2000 Guineas. Der
Sohn von Oasis Dream (Green Desert) schien in der Distanz schon von Montiridge passiert, zog aber noch einmal
entscheidend an. Er ist ein typischer Vertreter seines Stalles,
kampfstark, oft am Start und formtreu. Als Jährling kostete
er in Doncaster immerhin 280.000 Pfund, er ist der Erstling der Ronaldsay, die von dem weitgehend unbekannten
Kirkwall (Selkirk) stammt, noch eines der besten Produkte
dieses ehemaligen Juddmonte-Hengstes war. Sie ist dreifache Listensiegerin, stammt aus der zweifachen Siegerin
Crackling (Electric), die neben Ronaldsay auch die Mutter
von Pickle (Piccolo) gebracht hat, ein zweimaliger Gr. IIISieger in den USA. Crackling ist Halbschwester von Bianca Nera (Salse), Siegerin u.a. in den Moyglare Stakes
(Gr. I). Auf der Mutterseite tauchen mehrere eher dubiose
Vererber auf, was Gale Force Ten nicht davon abhält, ein
erstklassiges Rennpferd zu sein.
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Gale Force Ten gewinnt mit Joseph O‘Brien die Jersey Stakes. Foto:
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Foto der Woche
Royal Ascot 2013
Frank Sorge
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mobil: +49178 78 85 678
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TTurf
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-Times
imes
Freitag, 21. Juni 2013
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Lange führte Earl of Tinsdal mit William Buick das Feld im Ascot Gold Cup an, wurde im Finish jedoch geschluckt. www.galoppfoto.de Frank Sorge
Royal Ascot, 20. Jun
Gold Cup - Gruppe I, 402230 €, 4j. u. ält., Distanz:
4000m
ESTIMATE (2009), St., v. Monsun - Ebaziya v. Darshaan, Bes.: The Queen, Zü.: Juddmonte, Tr.: Sir Michael
Stoute, Jo.: Ryan Moore
2. Simenon (Marju), 3. Top Trip (Dubai Destination), 4.
Colour Vision, 5. Altano, 6. El Salvador, 7. Model Pupil, 8. Saddler's Rock, 9. Number Theory, 10. Repeater,
11. Last Train, 12. Earl of Tinsdal, 13. Times Up, 14.
Vadamar
H, 1, 2, 1/2, 2 1/4, K, 1 1/2, 1, 2 1/4, N, 2 1/2, 21, 14
Zeit: 4:20,51
Boden: gut bis fest
8 Klick zum Video
Der Ascot Gold Cup hat in der Vergangenheit erstaunlich oft deutsche Akzente gehabt. Die hiesigen
Trainer haben, im Gegensatz zu manch anderem Rennen in Royal Ascot, um diese Prüfung nie einen großen Bogen gemacht, wurden des Öfteren auch belohnt,
etwa durch den dritten Platz des von dem mutigen
Werner Baltromei trainierten Le Miracle (Monsun)
aus dem Gestüt Hachtsee 2007. Gleich zwei Starter
aus deutschen Ställen traten diesmal den Weg über
den Kanal an. Earl of Tinsdal (Black Sam Bellamy)
hatte auf zu trockener Bahn von der Spitze aus in der
entscheidenden Phase nichts mehr zuzulegen, während sein Trainingsgefährte Altano (Galileo) ein erstaunlich starkes Rennen lief, seiner Besitzerin durch
Rang fünf noch rund 12.000 Euro verdiente. Schaut
man sich die Vergangenheit des Wallachs bzw. seine
Krankenakte an, kann nur der Hut gezogen werden,
bei etwas günstigerem Rennverlauf wäre sogar Rang
vier möglich gewesen.
Doch einen deutschen Bezug gibt es auch bei der
Siegerin, denn Estimate, die ihre Besitzerin, eine 87
Jahre alte Dame auf der Tribüne wie einen Teenager
strahlen ließ, stammt von dem großen Monsun. Es ist
ein sensationelles Jahr für den Hengst, dessen Tod im
vergangenen Jahr für Schlenderhan und die deutsche
Zucht ein nicht zu ersetzender Verlust war. Vom 29.
Februar bis 4. Juni 2008 war die Mutter Ebaziya im
Gestüt Römerhof stationiert, das als "boarding stud"
fungierte, von dort aus wurde sie zur Bedeckung von
Monsun nach Schlenderhan gefahren. Das Ergebnis
namens Estimate kam am 4. April 2009 zur Welt,
der Züchter ist der Aga Khan, der das Pferd Queen
Elizabeth zum Geschenk machte. Der Anlass ist uns
unbekannt, möglicherweise ein Geburtstag, doch bekommt das britische Staatsoberhaupt ununterbrochen
vierbeinige Präsente. Carlton House (Street Cry), ihr
gescheiterter Derbyfavorit, war etwa eine Gabe von
Scheich Mohammed und da die Queen kein Politiker
von Einfluss ist, kommt sie auch kaum in Korruptionsverdacht - sie nimmt die Geschenke gerne an.
Estimate war kein frühes Pferd, sie blieb beim einzigen Start zweijährig unplatziert, gewann dreijährig
beim Einstand in Sandown und dann während Royal
Turf-Times
Freitag, 21. Juni 2013
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Ascot die Queens Vase (Gr. III). Zweimal wurde sie
dann auf Gruppe-Ebene Dritte, in beiden Fällen gewann
in Röttgener Farben Wild Coco (Shirocco). Beim Jahresdebut holte sie sich die Longines Sagaro Stakes (Gr.
III) über 3200m in Ascot, der Gold Cup sah sie als Favoritin am Start, eine populärere gab es kaum in diesen
Tagen. Sie stammt aus einer großen Steherfamilie. Sie
ist eine Schwester von drei Gr. I-Siegern, Enzeli (Kahyasi), Sieger ebenfalls im Ascot Gold Cup (Gr. I), Ebadiyla (Sadler's Wells), die die Irish Oaks (Gr. I) gewonnen
hat, und Edabiya (Rainbow Quest), Siegerin u.a. in den
Moyglare Stud Stakes (Gr. I).
Ein Sieg in königlichen Farben: Die Monsun-Tochter Estimate mit
Ryan Moore als Siegerin im Ascot Gold Cup. www.galoppfoto.de Frank Sorge
Royal Ascot, 20. Jun
Ribblesdale Stakes - Gruppe II, 185000 €, 3j. Stuten,
Distanz: 2400m
RIPOSTE (2010), St., Dansili - Rainbow Lake v. Rainbow Quest, Bes.: Khalid Abdullah, Zü.: Juddmonte, Tr.:
Lady Jane Cecil, Jo.: Tom Queally
2. Just Pretending (Giant's Causeway), 3. Elik (Dalakhani), 4. Winsili, 5. Waila, 6. Gertrude Versed, 7. Indigo
Lady, 8. Fersah, 9. Hollowina
2 1/4, 1 1/2, 1, 1, 7, 5, 4, 1
Zeit: 2:29,41
Boden: gut bis fest
Wurde nach einem starken Finish guter Fünfter: Altano mit Eduardo
Pedroza. www.galoppfoto.der - Frank Sorge
Die Mutter, die Estimate im Alter von immerhin 20
Jahren zur Welt gebracht hat, war ebenfalls ein gutes
Rennpferd, sie gewann vier Rennen in Irland, drei davon auf Listenebene, war zweimal in Gr. III-Rennen
platziert. Vier Gr. I-Sieger zu bringen, das ist schon beachtlich. Ganz hinten im Pedigree stößt man dann auch
noch auf die "D"-Linie des Aga Khan, womit Ebaziya
als Tochter von Darshaan (Shirley Heights) eine interessante Inzucht aufzuweisen hat.
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Emotionaler Höhepunkt des heutigen Tages: Lady Jane Cecil, Witwe
des vor wenigen Tagen verstorbenen Sir Henry Cecil mit Riposte,
Jockey Tom Queally und Besitzer Khalid Abdullah nach den Ribblesdale Stakes. www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Es dürfte in den Tagen von Royal Ascot keinen emotionaleren Sieg gegeben haben als den von Riposte. In
den Farben von Khalid Abdullah, geritten von Tom
Queally und trainiert von Lady Jane Cecil - nur wenige Tage nach dem Tod ihres Manes, Sir Henry Cecil.
Die Trainerin war denn auch nahezu sprachlos angesichts des Erfolges, sprach nur vom "Team Cecil", das
den Erfolg errungen habe. "Der Beifall für Riposte galt
Turf-Times
Freitag, 21. Juni 2013
Henry" fasste sie den Sieg der Stute zusammen. Riposte
hatte zuvor erst zwei Starts absolviert, hatte Mitte Mai
in Newmarket ihre Maidenschaft über 2400m abgelegt
und konnte jetzt einen großen Sprung bewältigen.
Sie ist eine nahe Verwandte zu Frankel (Galileo),
was über ihr Pedigree eigentlich schon alles sagt. Ihre
Mutter Rainbow Lake hat die Lancashire Oaks (Gr.
III) und die Ballymacoll Stud Stakes (LR) gewonnen,
sie ist Schwester von Frankels Mutter Kind (Danehill).
Als Mutterstute ist Riposte schon jetzt unbezahlbar,
doch weiß im Moment so recht niemand, wie es mit
Juddmonte weitergeht und ob nicht vielleicht auch
dieses Pferd irgendwann zu verkaufen ist. "Lady Jane
macht eine tolle Arbeit und ich hoffe, dass es so weitergeht", meinte Khalid Abdullah am Donnerstag. Nach
Abschied hörte sich das noch nicht an.
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Royal Ascot, 20. Jun
Norfolk Stakes - Gruppe II, 93000 €, 2j., Distanz:
1000m
NO NAY NEVER (2011), H., v. Scat Daddy - Cat's Eye
Witness v. Elusive Quality, Bes.: Mrs Paul Shanahan &
Ice Wine Stable, Zü.: Jayne Doi Johnson & David Sparrow, Tr.: Wesley A. Ward, Jo.: Joel Rosario
2. Coach House (Oasis Dream), 3. Wind Fire (Distorted
Humor), 4. Ambiance, 5. Emirates Flyer, 6. Royal Mezyan, 7. Green Door, 8. Saayerr, 9. Oriental Relation,
10. Legend Rising, 11. Coulsty, 12. Extreme Supreme,
13. Ifwecan, 14. Eccleston
1, K, 1 3/4, K, 3, 1 1/4, H, 1/2, H, 1 1/2, 1 1/4, 1 1/2,
3/4
Zeit: 0:58,80
Boden: gut bis fest
8 Klick zum Video
Vor einigen Jahren kam der amerikanische Trainer
Wesley Ward zum ersten Mal nach Ascot zum königlichen Meeting, mit Zweijährigen, auf Anhieb lehrte
er die Engländer das Fürchten, 2009 gewann der jetzt
45jährige die Queen Mary Stakes und die Windsor
Castle Stakes. Nicht ganz ging anschließend so glatt,
aber in diesem Jahr meldete er sich eindrucksvoll zurück, als No Nay Never in neuer Bahnrekordzeit für
Zweijährige das Auftaktrennen am dritten Tag des
Meetings gewann. Einen Start hatte der Hengst zuvor absolviert, hatte dabei ein 900-m-Rennen auf der
Polytrack-Bahn in Keeneland gewonnen. Er wird am
Samstag nach Chicago zurückfliegen, aber im August noch einmal nach Europa kommen, denn Ward
hat den Prix Morny (Gr. I) in Deauville im Auge. "Es
ist ein problemloser Flug von Chicago nach Paris,
das kann man riskieren", meinte er.
No Nay Never ist ein Sohn des im Ashford Stud,
der Coolmore-Dependance in den USA, stehenden
Scat Daddy (Johannesburg), dessen erster Jahrgang vierjährig ist, $30.000 beträgt seine Decktaxe,
er selbst war Gr. I-Sieger auf Sand. Die Mutter hat
zweijährig ein Rennen gewonnen, ist bereits Sie-
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germutter. Sie ist Halbschwester des Gr. III-Siegers
Cat's Career (Mr. Prospector) und des Listensiegers
Al's River Cat (Riverman), beide Hengste wurden in
die Zucht genommen. Ein Halbbruder der nächsten
Mutter Comical Cat (Exceller), die in den USA Gr.
III-platziert gelaufen ist, ist Half A Year (Riverman),
Sieger in den St. James's Palace Stakes (damals Gr.
II).
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Royal Ascot, 20. Jun
Tercentenary Stakes (Formerly The Hampton Court
Stakes) - Gruppe III, 93000 €, 3j., Distanz: 2000m
REMOTE (2010), H., v. Dansili - Zenda v. Zaminda,
Bes.: Khalid Abdullah, Zü.: Juddmonte, Tr.: John Gosden, Jo.: William Buick
2. Shikarpour (Dr. Fong), 3. Van Der Neer (Dutch Art),
4. Secret Number, 5. Elkaayed, 6. Windhoek, 7. Chopin,
8. Kitten On TheRun, 9. Indian Chief, 10. Hoarding, 11.
Ideal, 12. Centurius
3/4, Hals, 1, Nase • Zeit: 2:04,46 • Boden: gut bis fest
8 Klick zum Video
Die Gesichter sprechen Bände - Jockey Jamie Spencer nach dem
Rennen mit Chopins Besitzer Fahad al Thani (rechts) und Trainer
Andreas Wöhler. www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Zwei deutsche Starter in einem Rennen, das im
vergangenen Jahr von einem deutschen Pferd gewonnen wurde. Chopin (Santiago) und Ideal (Areion)
wollten in die Fußstapfen von Energizer (Monsun)
Ideals Trainer Ferdinand Leve im Führring von Royal Ascot. www.
galoppfoto.de - Frank Sorge
Turf-Times
Freitag, 21. Juni 2013
26
Remote mit William Buick gewinnt die Tercentenary Stakes, die deutschen Teilnehmer sind nicht im Bild. www.galoppfoto.de - Frank Sorge
treten, doch das klappte dann doch nicht. Chopin,
der im Epsom Derby (Gr. I) vor knapp drei Wochen
als Siebter auf offensichtlich zu weiter Distanz eine
respektable Leistung gezeigt hatte, konnte Mitte der
Zielgeraden nicht zulegen, wurde von seinem Jockey
Jamie Spencer aber auch nicht überanstrengt und
war letztlich keineswegs weit geschlagen. Es sah
nicht so aus, als ob die Distanz für ihn zu weit gewesen sein. Ideal war nach einem Rennen aus den
Vordertreffen doch früh geschlagen, es war für ihn
doch ein Tick zu schwer.
Ohnehin war es sicher ein überdurchschnittlich besetztes Gr. III-Rennen, das mit dem zweiten Tagessieg von Juddmonte endete. Der Sieger Remote war
in den letzten Tagen das Objekt einiger hoher Wetten
gewesen. Er hatte noch am 1. Juni bei seinem dritten Start überhaupt ein Handicap über 1600 Meter in
Doncaster gewonnen, muss sich also enorm verbessert haben, er trat schließlich sogar als Favorit an.
Er ist ein Dansili-Sohn aus der Poule d'Essai des
Pouliches (Gr. I)-Siegerin Zenda, die auch Zweite
in den Coronation Stakes (Gr. I) war, in der Zucht
aber bisher nicht viel bewegt hatte, eine Siegerin
Nach dem Rennen: Chopins Jockey Jamie Spencer (rechts) und Andrasch Starke, der Ferdinand Leves Ideal steuerte. www.galoppfoto.
de - Frank Sorge
war alles. Sie ist eine Schwester von Oasis Dream
(Green Desert), dreifacher Gr. I-Sieger und Spitzenvererber. Es handelt sich hier um eine der besten Juddmonte-Linien überhaupt. So hat Remote ein
veritables Deckhengstpedigree und ist zudem ein
Pferd, dessen Entwicklung längst noch nicht abgeschlossen scheint.
www.turf-times.de
R ennvorschau I nternational
Freitag, 21. Juni
Ascot/GB
Coronation Stakes (British Champions Series) – Gr. I,
432.000 €, 3j. Stuten, 1600m King Edward VII Stakes – Gr. II, 216.000 €, 3j., 2400m Queen’s Vase – Gr. III, 74.000 €, 3j., 3200m Albany Stakes – Gr. III, 74.000 €, 2j. Stuten, 1200m Samstag, 22. Juni
Ascot/GB
Diamond Jubilee Stakes (British Champions Series) –
Gr. I, 617.000 €, 3j. u. ält., 1200m Hardwicke Stakes – Gr. II, 247.000 €, 4j. u. ält., 2400m Sonntag, 23. Juni
Mailand/ITY
Premio Mario Incisa Della Rocchetta – Gr. III, 77.000
€, 3j. Stuten, 2000m Saint-Cloud/FR
Grand Prix de Saint-Cloud – Gr. I, 400.000 €, 4j. u. ält.,
2400m
mit Novellist, Tr.: Andreas Wöhler
mit Lateran Accord, Tr.: Waldemar Hickst
Abu Dhabi Prix de Malleret – Gr. II, 130.000 €, 3j. Stuten, 2400m
Turf-Times
27
Freitag, 21. Juni 2013
R ennvorschau National
Bremen, 23. Juni
swb DerbyTrial
Listenrennen, 20000 €
Der finale Derby-Test in Bremen
Für Bremen - mit dem swb Derby-Trial (beim Klick
auf die farbigen Links gibt es weitere Infos; hier alles
zum finalen Derby-Test) - und Dortmund mit dem 26.
Großen Preis der Wirtschaft - stehen an diesem Wochenende gleich auf zwei Rennbahnen die sportlichen
Highlights des Jahres auf dem Programm. Auch in Düsseldorf wird ein „volles Haus“ erwartet, der traditionelle BMW-Renntag mit einem Listenrennen steht an.
Nachfolgend das komplette Rennprogramm mit weiterführenden Links.
Für 3-jährige Pferde, Distanz: 2200m
FESTKURS SICHERN
Nr., Pferd, Besitzer, Trainer, Alter,
Box Farbe, Abstammung, Formen
1
2
Gewicht
5 Arrabiato, 58 kg
WH Sport International / Peter Schiergen
2010, 3j., F. H. v. Dai Jin - A Prisa (Royal Solo)
2-3
Jockey/
Patrick Gibson
100:10
Dennis Schiergen
4 Bermuda Reef, 58 kg
Gestüt Ammerland / Peter Schiergen
2010, 3j., b. H. v. Oasis Dream - Borgia (Acatenango)
3-2-3
50:10
3
4
Baltic Rock - im anschließenden Sparda 143. Deutschen Derby auf
Rang 4 - und Jockey Garry Hind gewannen 2012 den swb-DerbyTrial. Foto: Jürgen Stroscher
Freitag, 21. Juni
Leipzig, After-Word-Renntag mit 7 Galopprennen, 1.
Start: 18:00 Uhr, letzter Start: 21 Uhr. Hier geht es zum
kompletten Renntag mit allen Rennen, Pferden und Formen: Klick!
Samstag, 22. Juni
Düsseldorf, 7. Renntag mit 8 Galopprennen inkl.
BMW Preis Düsseldorf (Listenrennen, 2.100m,
€20.000), 1. Start 14 Uhr, letzter Start: 18:10 Uhr. Hier
geht es zum kompletten Renntag mit allen Rennen,
Pferden, Formen, Jockeys, Trainern und Infos: Klick!
Sonntag, 23. Juni
Dortmund, 7. Renntag mit 8 Galopprennen inkl. 26.
Großer Preis der Wirtschaft (Gr. III, 1750m, €55.000).
1. Start: 14 Uhr, letzter Start: 18:00 Uhr. Hier geht es zum kompletten Renntag mit allen Rennen, Pferden,
Formen, Jockeys, Trainern und Infos: Klick!
Bremen 3. Renntag mit 8 Galopprennen inkl. swb
DerbyTrial (Listenrennen, 2.200m, €20.000). 1. Start:
14:15 Uhr, letzter Start: 18:00. Hier geht es zum kompletten Renntag mit allen Rennen, Pferden, Formen, Jockeys, Trainern und Infos: Klick!
5
6
7 Diamond Falcon, 58 kg
Stall Salzburg / Wolfgang Figge
2010, 3j., b. H. v. Falco - Diamond Dance (Dancehall)
1-4
3 Erlkönig , 58 kg
Gestüt Röttgen / Markus Klug
2010, 3j., Bsch. H. v. Sternkönig - Elora (Alkalde)
9-5-1
8
Daniele Porcu
120:10
Harry Bentley
2 Napoleon, 58 kg
Lennart Hammer-Hansen
6 Protectionist, 58 kg
Dr. Christoph Berglar / Andreas Wöhler
2010, 3j., b. H. v. Monsun - Patineuse (Peintre Celebre)
3-2-1
8 See The Rock, 58 kg
Stall Leon / Andreas Wöhler
2010, 3j., b. H. v. Shirocco - Samara (Polish Patriot)
4-1-4
9
100:10
1 Limario, 58 kg
Marlene Haller / Roland Dzubasz
2010, 3j., db. H. v. Areion - Limaga (Lagunas)
8-5-1-1-3
Lars-Wilhelm Baumgarten u.Sebastian J.Weiss /
Mario Hofer
2010, 3j., F. H. v. Samum - Nova (Winged Love)
3-3
7
Karoly Kerekes
9 Serienlohn , 58 kg
Stall PIDA / Peter Schiergen
2010, 3j., b. H. v. Lomitas - Saldenehre (Highest
Honor)
6-1-7
130:10
170:10
Jozef Bojko
25:10
Mickael Barzalona
40:10
Koen Clijmans
290:10
ZUM LANGZEITMARKT
28
Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
Düsseldorf, 22. Juni
BMW Preis Düsseldorf
Listenrennen, 20000 €
Dortmund, 23. Juni
26. Großer Preis der Wirtschaft - 100 Jahre Galopprennbahn Dortmund-Wambel Gruppe III
Gruppe III, 55000 €
Für 3-jährige Stuten, Distanz: 2100m
Für 3-jährige und ältere Pferde, Distanz: 1750m
Nr., Pferd, Besitzer, Trainer, Alter,
Box Farbe, Abstammung, Formen
1
Gewicht
8 Penelopa, 58 kg
Litex Commerce AD / Miltcho Mintchev
2010, 3j., b. St. v. Giant's Causeway - Lady Linda
(Torrential)
8-2-1
2
1 Viletta, 58 kg
Gestüt Auenquelle / Jens Hirschberger
2010, 3j., b. St. v. Doyen - Vallauris (Surumu)
4-9-3-1-1-3
3
6 Aspidistra, 57 kg
Gestüt Schlenderhan / Wilhelm Giedt
2010, 3j., b. St. v. Hernando - Astilbe (Monsun)
1
4
5
5 Betty Lou, 57 kg
WH Sport International / Markus Klug
2010, 3j., b. St. v. Dai Jin - Bali's Dream (Big Shuffle)
1-4-5
4 Daytona Bay, 57 kg
Gestüt Haus Ittlingen / Ferdinand J. Leve
2010, 3j., b. St. v. Motivator - Daytona (Lando)
1
6
7
Jockey/
Alexander
Pietsch
Mirco Demuro
2
9 Global Thrill, 59.5 kg
Gestüt Auenquelle / Jens Hirschberger
2009, 4j., b. H. v. Big Shuffle - Goonda (Darshaan)
8-1-3-3-1-6-3-1-2-2
Rene Piechulek
3
7 Empire Storm, 57.5 kg
9
10 10 Savanna La Mar, 57 kg
Kirsten Rausing / Sir Mark Prescott
2010, 3j., F. St. v. Curlin - Soft Morning (Pivotal)
7-4-2-1-2
Eduardo Pedroza
Gran Senor)
8-4-6-6-1-3-3-2-5-2
Daniele Porcu
4
6 Neatico, 58.5 kg
Andrasch
Starke
Gestüt Ittlingen / Peter Schiergen
2007, 6j., b. H. v. Medicean - Nicola Bella (Sadler's
Lennart Hammer-Hansen
Wells)
2-2-2-3-3-4-4-2-4-2
5
Andreas Helfenbein
3 Magali , 57 kg
Gestüt Schlenderhan / Wilhelm Giedt
2010, 3j., F. St. v. Monsun - Montfleur (Sadler's Wells)
1
Mirco Demuro
Manuela Sohl / Andreas Wöhler
2007, 6j., db. H. Storming Home - Emy Coasting (El
7 Hey little Görl, 57 kg
2 La Sabara, 57 kg
Stiftung Gestüt Fährhof / Andreas Wöhler
2010, 3j., F. St. v. Sabiango - La Hermana (Hernando)
3-2-9-3
Jockey/
Norman Richter
8 Combat Zone, 60.5 kg
Guido Werner Hermann Schmitt / Mario Hofer
2006, 7j., b. W. v. Refuse To Bend - Zeiting (Zieten)
1-3-9-2-4-1-1-1-9-1
9 Duchess Lemonade, 57 kg
Gestüt Brümmerhof / Paul Harley
2010, 3j., St. v. Duke of Marmalade - Spirit of South
(Giant's Causeway)
1-4
8
Gewicht
1
Andrasch Starke
Gestüt Görlsdorf / Markus Klug
2010, 3j., F. St. v. Sternkönig - Homing Instinct
(Arctic Tern)
5-1
Nr., Pferd, Besitzer, Trainer, Alter,
Box Farbe, Abstammung, Formen
4 World's Flash, 57.5 kg
Andreas Helfenbein
Stall Fürstenhof / Markus Klug
2009, 4j., b. H. v. Königstiger - World's Vision
(Platini)
4-10-1
6
3 Samba Brazil, 57 kg
Gestüt Karlshof / Andreas Wöhler
2009, 4j., F. St. v. Teofilo - Sasuela (Dashing Blade)
8-10-3-3-1-11-5-9-4-1
7
Wladimir Panov
5 Wasimah , 56 kg
Dr. Dr. Christiane Otto / Hans-Jürgen Gröschel
2009, 4j., db. St. v. Desert Prince - Waleria (Artan)
3-3-5-9-6-6-2-2-1
8
1 Saratino , 53.5 kg
Stall Helena / Mario Hofer
2010, 3j., F. H. v. Lord of England - Saratina (Monsun)
5-2-1-3
9
2 Next Green, 52 kg
Gestüt Wittekindshof / Peter Schiergen
2010, 3j., b. St. v. Green Desert - Night Petticoat
Eduardo Pedroza
Stephen Hellyn
J.-P. Guillambert
ZUM LANGZEITMARKT
Andrea Atzeni
Andre Best
Stefanie Hofer
(Petoski)
5-5-2-2
ZUM LANGZEITMARKT
„German Breeding is a source
of class, stamina and first of
all soundness.”
29
Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
Barry Irwin – Team Valor
Arc und King George Siegerin
DANEDREAM
verkauft bei der BBAG
Unsere Auktionen 2013
Jährlingsauktion
30. August 2013
Sales & Racing Festival
18. und 19. Oktober 2013
www.bbag-sales.de
30
Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
Pferde
Godolphin kauft Libertarian
Alex Pantall. Très Blue steht im Besitz von Horst Rapp
aus Straubenhardt, im vergangenen Jahr hatte er schon
einen Start in Deutschland absolviert, war im Preis des
Winterfavoriten (Gr. III) in Düsseldorf aber nur Letzter.
In diesem Jahr hat er im Mai ein Listenrennen in Lyon
über 2400m gewonnen, war vergangenen Sonntag Dritter im Prix de l‘Avre (Gr. III) über 2400m in Chantilly. Nicht dabei ist definitiv der Ittlinger Leofilo (Teofilo). „Er war nach dem Iffezheimer Sieg etwas verschleimt“, erklärte Trainer Waldemar Hickst, „wenn
er in Hamburg läuft, dann im Gruppe III-Rennen über
2000 Meter.“ Damit dürfte eine Nachnennung zumindest aus deutscher Sicht nicht kommen. Hickst wird
im Derby mit Nicolosio (Peintre Celebre) und Samos
(Doyen) vertreten sein.
Ende der Karriere für zwei Topstuten
Karim Aga Khans vier Jahre alte Ridasiyna (Motivator) hat verletzungsbedingt ihre Karriere beendet
und wird in die Zucht einrücken. Im Training bei Mikel
Delzangles gewann sie im vergangenen Jahr den Prix
de l‘Opéra (Gr. I) und war Vierte im Breeders‘ Filly &
Mare Turf (Gr. I). In diesem Jahr konnte sie nur noch
einmal herausgebracht werden, im von Pastorius (Soldier Hollow) gewonnenen Prix Ganay (Gr. I) blieb sie
unplatziert.
Trägt zukünftig Reiter im blauen Dress: Libertarian mit William
Buick bei seinem Sieg in den Dante Stakes. www.galoppfoto.de John James Clark
Godolphin ist auf der Suche nach herausragenden
Startpferden wieder fündig geworden: Das rennsportliche Unternehmen von Scheich Mohammed erwarb
mit Libertarian (New Approach) den Zweiten aus
dem diesjährigen Epsom Derby (Gr. I) und Sieger in den
Dante Stakes (Gr. II). Der drei Jahre alte Hengst soll für
seine bisherige Trainerin Elaine Burke noch das Irish
Derby (Gr. I) am übernächsten Sonntag auf dem Curragh bestreiten und dann nach Newmarket übersiedeln,
wo er mutmaßlich von Saeed Bin Suroor trainiert wird.
Très Blue zielt Richtung Hamburg
Mit Très Blue (Anabaa Blue) aus Frankreich könnte neben Probably (Danehill Dancer) aus Norwegen
zumindest ein weiterer ausländischer Gast im Sparda
144. Deutschen Derby (Gr. I) in Hamburg an den Start
gehen. „Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass er läuft“,
hieß es am Mittwoch aus dem Stall von Trainer Henri-
Beendet die Rennkarriere: Ridasiyna mit Christophe Lemaire bei ihrem Erfolg im Prix de l‘Opera Longines. www.galoppfoto.de - Frank
Sorge
Ebenfalls keinen Start mehr absolvieren wird die
Wildenstein-Stute Beauty Parlour (Deep Impact),
die im vergangenen Jahr die Poule d‘Essai des Pouliches (Gr. I) gewonnen hat und Zweite im Prix de Diane
(Gr. I) war. Damals noch bei Elie Lellouche im Training wechselte sie später zu Sir Henry Cecil, konnte in
dessen Obhut in der zweiten Jahreshälfte 2012 bei zwei
Starts allerdings nichts mehr ausrichten. Mi Anna-Sohn gewinnt
Anna‘s Pearl (Pivotal), Sohn der einstigen Darboven-Stute Mi Anna (Lake Conistion) und somit Bruder
Turf-Times
Freitag, 21. Juni 2013
der German 1000 Guineas (Gr. II)-Siegerin Mi Emma
(Silvano), hat nach einigen Anlaufschwierigkeiten jetzt
seine Maidenschaft abgelegt. In den Farben von Qatar
Racing gewann der drei Jahre alte Hengst vergangenen
Freitag im englischen Goodwood ein 1600-m-Rennen,
trainiert wird er von Ralph Beckett.
Im vergangenen Jahr war er bei vier Starts dreimal
Zweiter gewesen, darunter im Criterium International
(Gr. I) in Saint-Cloud. Mi Anna war vor einigen Jahren
nach England verkauft worden, sie steht in der Zucht
des Aston House Studs. Anna‘s Pearl war als Jährling
für 80.000 gns. in jetzigen Besitz gekommen. Mi Emma
hat dieses Jahr ein Hengstfohlen von Duke of Marmalade bekommen.
Tschechisches Derby in Most
31
ge BBAG-Jährling Mister Westminster (Hurricane
Run) an den Ablauf kommen. Josef Vana trainiert den
Hengst, der im vergangenen Jahr in der Obhut von Sascha Smrczek in Düsseldorf gewann und Zweiter im
BBAG-Auktionsrennen in München war. In den Sattel
steigt Jim Crowley, einziger englischer Gastjockey an
diesem Tag.
Für Titelverteidigung qualifiziert
Der fünf Jahre alte Fort Larned (E Dubai), im vergangenen Jahr Sieger im Breeders‘ Cup Classic (Gr.
I), fand nach zwei weniger inspirierenden Vorstellungen - einmal wurde er reiterlos - am Samstag im Stephen Foster Handicap (Gr. I) über 1800m in Churchill
Downs mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg wieder
auf die Erfolgsspur. Da das mit $536.300 dotierte Rennen zur Kategorie der „You win and you‘re in“-Serie
zählt, hat sich der Hengst aus dem Stall von Ian Wilkes bereits die automatische Startberechtigung für die
diesjährigen „Classic“ gesichert. In einem sechsköpfigen Feld setzte er sich unter Brian Hernandez jr. gegen Golden Ticket (Speightstown) und Ron the Greek
(Full Manate) durch.
Mit zehn Jahren wieder siegreich
Vor sieben Jahren holte sich Royal Power (Xaar) für
Besitzer Jaber Abdullah und Trainer Mick Channon
das Mehl Mülhens-Rennen (Gr. II) gegen den Röttgener
Aspectus (Spectrum) - viel gewonnen hat er anschließend nicht mehr, ein einziges Rennen auf der inzwischen wieder geschlossenen Allwetterbahn im englischen Great Leighs. Und am vergangenen Donnerstag
in Norwegen. Dort ist der einstige klassische Sieger
jetzt im Training bei Jens Erik Linstol, gewann jetzt
unter Carlo Lopez ein 1600-m-Rennen. Immerhin auf
seiner alten Spezialdistanz.
Mr Westminster in Düsseldorf, jetzt läuft er unter neuer Order und
in neuem Besitz im Tschechischen Derby. www.klatuso.com - KlausJörg Tuchel
Mit einer Dotierung von 2,5 Millionen Kronen (ca.
€96.000) wird an diesem Sonntag das Tschechische
Derby an ungewohnter Stätte ausgetragen: Da die
Rennbahn in der Hauptstadt Prag überflutet und ein
Neuanfang dort vorerst nicht absehbar ist, wird der
über 2400m führende Klassiker im nordböhmischen
Most gelaufen. 16 Pferde kommen an den Start, zwei
Ersatzstarter werden zudem aufgeführt. Im Gegensatz
zu manchem Vorjahr ist die deutsche Zucht nur sehr
spärlich vertreten. Aussichtsreich am Start ist der aus
der Zucht von Irmgard und Dieter Meinke stammende Bathyrhon (Monsun), denn Arslangirej Savujev
trainiert. Als Favorit wird aber vermutlich der einsti-
Tingelt jetzt auf norwegischen Rennbahnen herum: Royal Power
mit Jockey Chris Catlin nach seinem Sieg im Mehl-Mülhens-Rennen
2006. www.galoppfoto.de - Sandra Scherning
Turf-Times
32
Freitag, 21. Juni 2013
Pastorius
Nummer 13 der Weltrangliste
Verrazano wieder da
Nur auf Rang 14 war Verrazano (More Than Ready) im Kentucky Derby (Gr. I) eingekommen, als
Mitfavorit hatte der in Coolmore-Mitbesitz stehende
Hengst aus dem Stall von Trainer Todd Pletcher bestritten, zumal er bis zu diesem Zeitpunkt ungeschlagen war. Am Sonntag zeigte er sich von der Pleite
bestens erholt, gewann als 14:10-Favorit unter John
Velazquez in Monmouth Park/USA die Pegasus Stakes (Gr. III) über 1700m.
Zweiter Platz für Schöningh-Hengst
Hoppegarten-Eigner Gerhard Schöningh war am
Dienstagabend im englischen Kempton, wo sein drei
Jahre alter Hengst Blighty (Beat Hollow) beim Debut
hinter einer 50:1-Außenseiterin Zweiter wurde. Er ist
ein Sohn der Listensiegerin Brisk Breeze (Monsun),
deren Erstling Bon Allumage (Nayef) dieses Jahr
in München gewonnen hat. Als Trainerin von Blighty zeichnet Lady Jane Cecil. Mit Sir Henry Cecil,
der in der vergangenen Woche im Alter von 70 Jahren
verstorben ist, war Schöningh eng befreundet, er hatte
auch in Zeiten, in denen es für diesen weniger gut lief,
Pferde bei ihm im Training.
Piana in die USA
Pastorius, Derbysieger des letzten Jahres und Sieger im Prix de
Ganay in diesem Jahr, liegt auf Platz 13 der Weltrangliste. www.
galoppfoto.de - Frank Sorgech dem Sieg im 143. Deutschen Derby.
www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Auf der aktuellen Weltrangliste der International Federation of Horseracing Authorities (IFHA) belegt
Pastorius (Soldier Hollow) Platz 13, gemeinsam mit
sechs anderen Pferden bekam er ein Rating von 123.
Gewertet wurden alle Rennen im Zeitraum vom 1. Dezember 2012 bis zum 9. Juni, Royal Ascot ist also noch
nicht berücksichtigt. Nummer eins ist die inzwischen
abgetretene 25malige Siegerin Black Caviar (Bel Esprit) mit einem Rating von 130, gefolgt von Wise Dan
(Wiseman‘s Ferry) sowie den gleichauf auf Rang drei
rangierenden Animal Kingdom (Leroidesanimaux)
und Game on Dude (Awesome Again).
Ab sofort trägt diese Weltrangliste den Namen des
Uhrenhersteller Longines, der eine langfristige Partnerschaft mit der IFHA geschlossen hat. Longines, Partner auch von Baden Racing, wird einen Award für eine
jährlich zu bestimmende internationale Persönlichkeit
des Rennsports kreieren, zudem sollen die Teams der
besten drei Pferde im Rahmen der Internationalen Rennen in Hong Kong geehrt werden.
Die von Uwe Stallmann gezogene Piana (Doyen),
bei vier Starts dreimalige Siegerin, zuletzt auf Listenebene, wird den Stall von Trainer Yan Durepaire
verlassen. Sie ist für einen respektablen sechsstelligen Betrag in die USA verkauft worden. Piana ist
eine Tochter der Gaudera (Big Shuffle) aus der Familie der Grimpola (Windwurf). Sie kam Jährling
über die Auktion in Deauville in das Quartier von
Durepaire.
Stallionnews
Dabirsim wird
Deckhengst in Karlshof
Der Champion-Zweijährige in Europa des Jahres
2011, Simon Springers Dabirsim (Hat Trick), wird im
kommenden Jahr als Deckhengst im Gestüt Karlshof
debutieren. Er wird schon in der kommenden Woche
dort eintreffen. Der Deal wurde von der Agentur von
Holger Faust vermittelt.
Vor drei Jahren kostete Dabirsim bei Arqana in
Deauville im Sommer €30.000, war zweijährig der Star
seines Jahrgangs. Bei fünf Starts blieb er ungeschlagen,
gewann u.a. den Prix Jean-Luc Lagardere (Gr. I) und
Turf-Times
33
Freitag, 21. Juni 2013
den Prix Morny (Gr. I), jeweils mit Frankie Dettori an
Bord. Dieser sprach anschließend vom besten Zweijährigen, den er je geritten habe, was sofort auch Kaufangebote in ordentlicher siebenstelliger Höhe nach sich
zog. Simon Springer, Buchmacher aus München, lehnte
jedoch alle ab. Dreijährig startete er mit einem zweiten
Platz zu Dragon Pulse (Kyllachy) im Prix de Fontainebleau (Gr. III), dem sich Rang sechs in der von Lucayan (Turtle Bowl) gewonnenen Poule d‘Essai des Poulains (Gr. I) anschloss. In beiden Fällen agierte Jockey
Christophe Soumillon mehr als unglücklich. Danach
konnte er nicht mehr gestartet werden.
Wird Deckhengst im Gestüt Karlshof: Dabirsim - hier mit Frankie
Dettori im Grand Criterium. www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Dabirsim ist der bisher beste Nachkomme des für
$15.000 auf der Gainesway Farm in Kentucky stehenden Hat Trick (Sunday Silence), Champion-Meiler in
Japan und Sieger in der Hong Kong Mile (Gr. I). Die
Mutter ist eine Royal Academy-Schwester zu einem
Gr. III-Sieger.
Eine Decktaxe wurde für Dabirsim noch nicht bekannt gegeben.
Auktionsnews
Positiver Trend setzt sich fort
Ein Sohn des in Europa weithin unbekannten Deckhengstes Circular Quay (Thunder Gulch) war bei der
Breeze Up-Sektion bei der zweitägigen OBS June Sale
in Ocala/Florida am ersten Tag der Salestopper, als er
für $275.000 an Paul Pompa verkauft wurde. Es war
ein lohnendes Geschäft für den Anbieter Blue River
Bloodstock, die den jungen Hengst aus der Familie des
guten Fliegers Crafty Friend als Jährling für $12.000
gekauft hatten. Im Frühjahr war er schon einmal bei einer Breeze Up-Sale im Ocala im Ring, brachte damals
$300.000, doch gab ihn sein damaliger Käufer zurück.
Dieser Preis wurde aber am zweiten Tag gleich zweimal
überboten.
Auf $525.000 kletterte ein Sohn aus dem ersten Jahrgang des Gr. I-Siegers Pioneerof the Nile (Empire
Maker). Im vergangenen Jahr für $42.000 in Keeneland gekauft, brachte der von Eddie Woods angebotene
Hengst seinen Pinhookern einen beträchtlichen Profit.
Er ging an die Conquest Stables. Nachkommen von Pioneerof the Nile waren bei den Breeze Up-Auktionen
2013 in den USA sehr gefragt, er führt die entsprechende Liste der Vererber an. Teuerster Stute war eine Tochter von Afleet Alex, die $280.000 brachte.
Der Schnitt pro Zuschlag stieg um 36,1 $ % auf
$37.264 an, insgesamt wurden knapp 7,5 Millionen
Dollar umgesetzt, womit sich der positive Trend der
Auktionen in diesem Jahr in den USA fortsetzte. Dazu
trugen diesmal auch Kunden aus Korea bei, die allein
am ersten Tag 27 Pferde erwarben.
Nachgefragter NH-Nachwuchs
Mit einem gegenüber dem Vorjahr deutlich besseren
Resultat endeten die zweitägige Land Rover Sale, bei
Goffs in Irland eine der wichtigsten Auktionen von
Hindernispferden des Jahres. Von den 466 angebotenen
Nachwuchspferden für den Hindernissport fanden 408
für €7.739.400 einen neuen Besitzer, der beste GesamtKlick in die Onlinewelt von
umsatz seit 2007. Der Schnitt pro Zuschlag ging um 27
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Prozent auf €18.969 hoch.
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Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
34
R ennbahnen
Nach dem Hochwasser:
Ortstermin in Halle und Magdeburg
Die nachfolgende Pressemitteilung, die wir im Wortlaut veröffentlichen, erreichte uns heute vom Direktorium und der Besitzervereinigung für Vollblutzucht
und Rennen:
Die Jahrhundert-Flut und ihre dramatischen Folgen
für den Galopprennsport – das war der Anlass für einen wichtigen Besuch am Mittwoch dieser Woche: Jan
Antony Vogel, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied
des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V.,
und Daniel Krüger, Leiter der Geschäftsstelle der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen e.V.,
reisten von Köln in die betroffenen Gebiete. Auf den
Galopprennbahnen in Halle und Magdeburg trafen
sich die beiden Entscheidungsträger mit Vertretern der
Städte und der Rennvereine. Ziel ist eine weitreichende Unterstützung durch die Kommunen beim Beseitigen der Hochwasserschäden und dem Wiederaufbau der
Infrastruktur für künftige Renntage. Denn das Ausmaß
der Probleme ist deutlich größer als nach der Flut im
Jahre 2002.
Aktuell stellt sich die Situation wie folgt dar: In
Magdeburg, wo das Wasser nicht natürlich abfließen
kann, werden hochleistungsfähige Pumpen eingesetzt.
Der Führring steht nach wie vor unter Wasser. Es gibt
erhebliche Schäden am Toto, den Stallgebäuden, die
unter Denkmalschutz stehen, der Waage, Elektrik und
des Führrings. Für die hier ansässigen Trainer wurden
Ausweichquartiere in rund 20 Kilometern Entfernung
geschaffen.
In Halle, rund 90 Kilometer von Magdeburg entfernt,
war die Flut so stark, dass die Rennbahn und die Gebäude bis zu drei Meter unter Wasser standen. Dank der
Unterstützung vieler Helfer und der Firma Kärcher aus
Dresden haben die Aufräumarbeiten längst begonnen.
Die Schäden am Geläuf sind zum Glück nicht so extrem wie befürchtet. Dazu Jan Antony Vogel: „Ich hoffe
sehr, dass die Stadt Halle sich für den Standort positioniert und den Rennclub unterstützt, der sich mit viel
persönlichem Engagement hier einsetzt. Vor allem an
den Gebäuden sind aber umfangreiche Arbeiten notwendig. Besonders bemerkenswert ist das Engagement
der Firma Kärcher. Aber es ist noch sehr viel zu tun, um
das ehrgeizige Ziel des Vorstandes zu erreichen, hier am
31.10. wieder Rennen abzuhalten.
Jan Antony Vogel (r.) und Daniel Krüger (l.) machen sich gemeinsam mit Andreas Neugeboren vom Hallenser Rennverein vor Ort ein
Bild von der aktuellen Lage. www.pferde-gtm.de - Katja Gerhardt
Auch in Magdeburg bewegt sich sehr viel Positives.
Die Bahn ist im Großen und Ganzen vom Wasser befreit. Der Vorstand des Renn-Vereins ist unheimlich
engagiert. Man hat eine klare Vorstellung, wie man
die Aufräumarbeiten durchführt. Es gibt ein genaues
Konzept zum Wiederaufbau. Die Stadt hat große Unterstützung signalisiert. Heinz Baltus, der Präsident des
Renn-Vereins, sagt, dass der Renntag am 28. September
stattfinden wird, und das ist realistisch.
Beide Vereine sind allerdings auch auf die Hilfe des
gesamten Rennsports angewiesen. Denn der finanzielle Aufwand ist enorm, um die Bahnen wieder in einen
renntauglichen Zustand zu versetzen.
Spendenaufruf
für die von Hochwasser betroffenen
Rennbahnen Halle und Magdeburg
vom Direktorium und der Besitzervereinigung
für Vollblutzucht und Rennen:
Wir wollen mit unserem Spendenkonto beim
Direktorium einen Beitrag leisten und hoffen auf
die Unterstützung zahlreicher Galopp-Freunde.
Für die betroffenen Rennbahnen in Halle und Magdeburg ist ein Spendenkonto beim Direktorium für
Vollblutzucht und Rennen e.V. eingerichtet. Unter der Konto-Nummer 4002184 (BLZ 37050198,
Sparkasse KoelnBonn; Verwendungszweck: Spende
Hochwasser Kto. 400400) können auch Sie Ihren
Beitrag leisten, um den schlimmsten Auswirkungen
der Jahrhundert-Flut für den Turf wirksam entgegenzutreten.
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Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
Personen
Suborics auch 2013/14 in Hong Kong
Andreas Suborics,
41, hat trotz einer bislang noch nicht ganz
so erfolgreichen Saison 2012/2013 die so
wichtige Lizenz für das
kommende Rennjahr
in Hong Kong erhalten, wenn auch vorerst
nur für die erste Hälfte
der Saison. Suborics ist
vom 11. Juli 2013 bis
zum 1. Februar 2014
als Club-Jockey lizensiert. Einen identischen
Status haben drei andere Reiter, die in Hong
Erhielt für ein weiteres halbes Jahr
Kong aber sämtlich
die begehrte Hong Kong-Lizenz: Jockey Andreas Suborics. www.galopp- Neulinge sind. es handelt sich um den Iren
foto.de - Frank Sorge
Colm O‘Donoghue,
Nicola Pinna aus Italien und Karis Teetan, ein 23 Jahre
alten Südafrikaner. Für die komplette Saison sind Tye
Angland, Olivier Doleuze und Douglas Whyte zugelassen, von Oktober bis März werden u.a. Gerald Mosse und Neil Callan in Hong Kong in den Sattel steigen
können. Suborics hat in der laufenden Saison bisher zwölf
Rennen gewinnen können. Nummer eins der Statistik
ist Titelverteidiger und Dauerchampion Douglas Whyte, der bisher 91 Sieger geritten hat und der sich wohl
auch gegen den Herausforderer Zac Purton (83) behaupten wird.
Andreas Schütz, der am Mittwoch in Happy Valley
seinen 14. Saisonsieger satteln konnte, bekommt ebenfalls eine Lizenz für die Saison 2013/2014. Das Rennjahr in Hong Kong endete am 10. Juli, der Neustart ist
nach einer kurzen Pause im August. Dominguez beendet Karriere
Ramon Dominguez, 36, einer der erfolgreichsten Jockeys in Nordamerika in den vergangenen Jahren, muss
auf Anraten der Ärzte seine Karriere beenden. Bei einem Sturz am 18. Januar in Aqueduct hatte er schwere Kopfverletzungen erlitten, die Hoffnungen auf ein
Comeback wurden jetzt durch das Verdikt der Ärzte
zerstört. Der aus Venezuela stammende Dominguez,
der knapp 5.000 Siege erzielt hat, will aber weiter im
Rennsport arbeiten. Im vergangenen Jahr galoppierten
die von ihm gerittenen Pferde $25,6 Millionen ein, ein
neuer Rekord in den USA. Zu den besten Pferden, die
er gesteuert hat, gehörten Gio Ponti, Havre de Grace,
Little Mike, Hansen und Better Talk Now.
Helfenbein für Klug und Görlsdorf
Andreas Helfenbein reitet ab
sofort als weiterer Jockey am
Stall von Trainer
Markus Klug auf
der Trainingsanlage des Gestüts
Röttgen in Heumar. Gleichzeitig
sicherte sich das
Gestüt Görlsdorf,
Hat nach seiner Rückkehr aus Macao nun
das die meisten ein neuens Engagement: Jockey Andreas
seiner Rennpferde Helfenbein. Foto: Gabriele Suhr
bei Markus Klug
trainieren lässt, den ersten Ruf des 45jährigen Jockeys.
Helfenbein: „Ich freue mich auf diese große neue Herausforderung.“ Der Reiter war rund 18 Monate in
Macao aktiv gewesen, wo er vor einigen Wochen das
dortige Derby gewinnen konnte, ist erst seit kurzem
wieder in Deutschland. „Im Winter soll es dann wieder
Richtung Macao gehen“, so Helfenbein, der sich aber
vorerst auf sein Engagement in Deutschland konzentrieren will. Am Samstag steigt er erstmals für Görlsdorf
in Düsseldorf in den Sattel.
Hartenstein
neuer BGG-Vorsitzender
Denis Hartenstein, Vizepräsident des Krefelder
Rennclubs und Mitglied im Präsidium des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen e.V., ist neuer
Vorsitzender des Verwaltungsrats der BGG (Betriebsgesellschaft der 22 großen deutschen Galopprennvereine). Hartensteins Wahl erfolgte einstimmig im Rahmen
der Mitgliederversammlung der BGG am 18. Juni in
Köln. Zu Beginn dieser Sitzung hatte sein Vorgänger
Jan Antony Vogel dieses Amt niedergelegt. Grund ist
seine neue Aufgabe als Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Direktoriums (seit dem 1. April 2013).
Vogel wird dem Verwaltungsrat auch künftig angehören. Weitere Mitglieder dieses Gremiums sind Dr.
Benedict Forndran (Baden-Baden) als stellvertretender Vorsitzender, Stephan Buchner (Mannheim), Ferdinand-Alexander Leisten (Köln), Gerhard Schöningh
(Hoppegarten) und Eugen-Andreas Wahler (Hamburg). Es hatte zuvor Stimmen gegeben, die es vorgezogen hätten, wenn Dr. Benedict Forndran den Vorsitz
übernommen hätte - diese Überlegungen sind dann aber
doch im Vorfeld der Sitzung zu den Akten gelegt worden.
36
Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
R ennbahn-Check
Düsseldorf
Die Saison schreitet voran, genauso geht es heute weiter mit unserer Serie Rennbahnchecks. Nach
Dortmund, Neuss, Köln, Mülheim und Frankfurt
steht dieses Mal Düsseldorf auf dem Programm. Auf
der Bahn am Grafenberg findet diesen Samstag ein
buntes Rennprogramm um den BMW Preis Düsseldorf statt.
Allgemeines
Die besten Plätze haben sich zwei ältere Herren am Düsseldorfer
Geläuf gesichert. Foto: Karina Strübbe
Kontakt:
Volles Haus in Düsseldorf. Foto: www. galoppfoto.de - Sabine Brose
Düsseldorfer Reiter- und Rennverein e.V.
Rennbahnstraße 20
40629 Düsseldorf
Website
Historisches:
Die erste Rennveranstaltung in Düsseldorf wurde 1836 ausgetragen. Acht Jahre danach wurde der Düsseldorfer Reiter- und Rennverein von 1844 aus der Taufe gehoben. Die Rennbahn
am Grafenberg, heute Mittelpunkt im Düsseldorfer Galoppgeschehen gab es damals noch
nicht. 1909 zog man von den Rheinwiesen dorthin. 1913 entstand dort zum Beispiel die
noch heute benutzte Alte Waage, in den kommenden Jahren folgten weitere, heute zum Teil
denkmalgeschützte Gebäude. Jüngeren Datums ist dagegen die 1989 errichtete Haupttribüne.
Top-Rennen:
Almerita (Darryl Holland) war 2006 die erste Diana-Siegerin auf dem Grafenberg.
Foto: www. galoppfoto.de - Sabine Brose
Renntage 2013:
Trainer:
Preis der Diana, Gr. I, 3j. Stuten, August, Sieger 2012: Salomina
German 1000 Guineas, Gr. II, 3j. Stuten, Juni, Sieger 2012: Electrelane
Frühjahrsmeile, Gr. III, 4j. u. ält., April, Sieger 2013: Global Thrill
Großer Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf, Gr. III, 3j. u. ält., Oktober, Sieger 2012: King’s Hall
22.06., 17.07., 04.08. (Preis der Diana), 18.08., 15.09., 06.10.
Ertürk Kurdu, Ralf Rohne, Sascha Smrczek
Turf-Times
Kategorie
Anfahrt:
37
Freitag, 21. Juni 2013
Kommentar
Urteil
Mit dem Auto: Über die A3, Abfahrt Düsseldorf-Mettmann, Richtung Düsseldorf fahren
und der Ausschilderung folgen
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Da gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten. Die einfachste ist es, ab Hauptbahnhof mit der Straßenbahn 709 (bzw. 703) zum Staufenplatz
(Haltestelle Burgmüllerstr., ca. 15 Min.) zu fahren. Dort angekommen kann sich der +
Besucher entweder für den sehr guten Shuttleservice zur Rennbahn (Bus Linie 894) entscheiden, der an der gleichen Haltestelle abfährt oder den Grafenberg zu Fuß in Angriff
nehmen – aber Achtung, selbst bei flottem Marschtempo müssen etwa 20 Minuten für
die ca. 1,6 Kilometer eingeplant werden!
Je nach Renntag kann das Parken recht problematisch werden. Gerade zu den Hauptereignissen, wird aus der Fahnenburgstr./Rennbahnstr. eine Einbahnstr. An Parken an der
Bahn ist dann oftmals nicht mehr zu denken, es sei denn, man ist sehr früh dran. Eine
Alternative (sofern keine Kirmes ist) ist der Staufenplatz und der oben beschriebene
Shuttle-Service. Die Parkgebühren betragen 2 Euro.
o
Parken:
Der Weg vom Parkplatz zum Eingang der Rennbahn. Foto: Karina Strübbe
Eintritt:
Eine normale Eintrittskarte kostet mit 8 € vergleichsweise viel, enthält allerdings einen
Wettgutschein über 2 €. Das Programm ist nicht im Preis enthalten, hierfür zahlt der
Besucher weitere 2 €. Ermäßigungen gibt es lediglich für Behinderte, 5 € inkl. Begleitperson. Eine Familienkarte gibt es nicht, dafür zahlen Kinder und Jugendliche keinen
Eintritt. Die VIP-Lounge für Besucher mit gehobenen Ansprüchen kostet (außer am Diana-Tag) 25 €.
Testerin Lena fand die 8 Euro Eintritt „ganz schön teuer, gerade wenn man sich noch
etwas zu essen kauft.“ Der Wettgutschein konnte sie als Anreiz nicht überzeugen. „Dann
lieber 2 € weniger.“
Schön gemacht, vor allem der großformatige Lageplan am Haupteingang und die Tafel
mit dem Hinweis auf den nächsten Renntag wussten zu gefallen.
o
+
Eingangsbereich:
Sorgen für Übersicht und Überblick: Plan und Plakat mit Hinweis auf den nächsten Renntag. Foto: Karina Strübbe
Programm:
Das Programm enthält das „Zwei Euro-Standardprogramm“, sprich die luxuriösere Ausstattung inkl. Wetterklärung, Formen in Kurzfassung, Tipps etc.
+
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Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
Die Rennbahn im Check
Urteil
o
Führring:
Führring mit Sicht auf die Sattelboxen. Foto: Karina Strübbe
Idyllisch und etwas ruhiger in einer Ecke des Geländes gelegen. Im Sommer kann es unter den zahlreichen Bäumen allerdings schnell mal etwas düster werden. Die Sattelboxen
an einem Ende des Ovals können, wählt man einen Standort in der Nähe, gut eingesehen
werden. Die Stufen um den Ring herum sind zwar gut gedacht, allerdings wird es bei
einigermaßen gutem Besuch sehr schnell sehr schwierig mit der Sicht – auch wenn man
Trick 17 anwendet und sich zwischen Führring und den Platz zum Ponyreiten stellt. Ob
die Moderation gut zu hören ist, oder nicht, ist sehr platzabhängig, dort, wo die meisten
Menschen stehen, ist sie eher schlecht zu verstehen, Abhilfe soll geschaffen werden.
o
Rennbahn:
Perfekte Übersicht über die Düsseldorfer Zielgerade. Foto: Karina Strübbe
Die Kursführung in Düsseldorf ist sicherlich eine der speziellsten in Deutschland. Da
ist zum einen der berühmt-berüchtigte Berg in der Kurve vor der Zielgeraden und zum
anderen ist die Bahn eher ein Dreieck als ein Oval. Das macht die Bahn für den Zuschauer unübersichtlicher, weil sie sich nach hinten doch recht weit ausdehnt. Leinwände
könnten Abhilfe schaffen, doch die gibt es in Düsseldorf leider nicht. Eine Einladung
an Picknickfreudige stellt dagegen der breite Grasstreifen zwischen Tribünen und Rennbahn dar.
Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
39
Düsseldorf hat wie die meisten größeren Bahnen zwei Tribünen.
Testerin Lena auf der Haupttribüne
Tribünen:
Die Haupttribüne hat einen abgesperrten und einen frei zugänglichen Bereich. Die Sicht
ist ausnehmend gut, da die Bahn in voller Breite einzusehen ist. Die Plastiksitze à la
Fußballstadion sorgten für leichte Meinungsverschiedenheiten: „Kann man sich super anlehnen, federt super“ fand Testerin Lena während der Autorin dieser Zeilen die
zwangsläufig eingenommene Rücklage weniger gefiel.
Die hintere Tribüne ist mangels Schutz an den Seiten weniger gegen Wettereinflüsse geschützt. Doch auch sie bietet gute Sicht. Ein neuer Anstrich wäre ihr jedoch zu gönnen.
o/+
StallionBook.de
Jukebox Jury
Unser Service für die Premium-Hengste: Die komplette Rennlaufbahn, die Abstammung
mit dem erweiterten Pedigree, Videos und Fotos, alle Daten, alle Fakten, alle News aus
der Turf-Times-Datenbank. Auch für alle Nachkommen.
www.dequia.de • Fotos: www.galoppfoto.de
Der Sommer in Düsseldorf sorgt für volle Tribünen. Foto: www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Turf-Times
Freitag, 21. Juni 2013
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Eins der Highlights in Düsseldorf: Der Absattelring mit historischem Waagegebäude. Foto: Karina Strübbe
Absattelring:
Der Absattelring bekommt ein klarer Plus in unserer Wertung: schön groß, sodass sich
Ross und Reiter nicht wie anderswo gegenseitig auf den Füßen stehen, viel Platz für
Zuschauer. Die hochherrschaftliche Atmosphäre der Alten Waage trägt ihr Übriges dazu
bei. Einziger Wermutstropfen ist die große Entfernung zum Führring – in der Regel
bleibt kein großes Publikum für Siegerehrungen.
+
Kleine Erfrischung gefällig? Foto: www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Hier gilt, wie auf so vielen Bahnen: gewusst wo. Wenn draußen die Schlangen schon
bedrohlich lang werden, muss man in der Wetthalle unter der Haupttribüne oft nicht
einmal anstehen – das gilt allerdings nicht für die Tage mit den großen Stutenrennen. Zu
verbessern ist vielleicht noch das ab und an auftretende Problem mit dem Wettgutschein,
der nicht gesplittet werden kann.
o/+
Wettkassen:
Zum Preis der Diana wird es traditionell eng auf dem Grafenberg. Foto: www.galoppfoto.de - Frank Sorge
Turf-Times
Freitag, 21. Juni 2013
41
o/+
Wetthalle:
Die Wetthalle: hell und luftig. Foto: Karina Strübbe
Unspektakulär, allerdings deutlich weniger lieblos gestaltet als einige Pendants anderer
Rennbahn – dafür sorgt in erster Linie die schlichte, zeitlose Einrichtung. Zum positiven
Eindruck trägt die Gastronomie bei. Trotz der zwei Ebenen ist sie allerdings nicht die
größte, sodass es bei schlechtem Wetter schnell voll wird.
Wetten Leip bietet seine Dienste auf dem Grafenberg an. Der Buchmacher ist im Vergleich recht geräumig und hat ein umfassenderes kulinarisches Angebot als sonst teilweise üblich.
+
Buchmacher:
Gut besucht: Wetten Leip auf der Düsseldorfer Rennbahn. Foto: Karina Strübbe
Wir lassen die Klapptische und -bänke vor dem Buchmacher mal als Biergarten durchgehen. Die Lage ist optimal, direkt neben Bier- und Wurststand, nicht weit zur Bahn und
zum Führring, kein Wunder, dass der Platz entsprechend viel frequentiert ist.
o/+
Biergarten:
Zwar "nur" Klapptische und -bänke, doch die sind sehr gut positioniert zwischen Wurst- und Bierstand.
Foto: Karina Strübbe
Toiletten:
Keine Beanstandungen, auch hier empfiehlt es sich jedoch an Großkampftagen weniger
frequentierte Anlagen aufzusuchen.
+
42
Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
Essen und Trinken
Urteil
Das Angebot:
Kurz gesagt: okay. Es gibt etwas mehr als die üblichen Basics. Die Pommes – sehr gut
– mussten wir lange suchen, haben sie neben dem Buchmacher am Ende aber doch noch
gefunden. Über den üblichen Standard hinaus gehen die Champignons in Knoblauchcreme sowie u.a. das Rumpsteak im Zelt zwischen den Tribünen.
o
Der Wursttest:
Die Wurst (2,80 €), „sie könnte etwas knackiger sein, ist geschmacklich aber top“. Weniger gut kam dagegen das Brötchen an: „Das ist eher Pappe.“ o/+
Der Biertest:
Das Bier gehört liegt ebenso wie die Wurst mit 2,60 € leicht über dem Durchschnitt der
bisher getesteten Bahnen. Wie es in Köln Kölsch gibt, gibt es in Düsseldorf natürlich
Alt. Lenas Urteil: „Kann man gut trinken“. Im Geschmack kam das … eher herb daher,
wer das nicht mag, kann alternativ auch Warsteiner aus der Flasche bekommen.
o/+
Sonstiges
Hot Spot:
Testerin Lena auf den Stufen vor der Haupttribüne. Foto: Karina Strübbe
Für uns die Treppen vor der Haupttribüne: Dort kann man geschützt die Rennen schauen
und danach schnell zu Absattel- oder Führring gelangen ohne in die Menschenmassen
zu geraten. Übrigens, je näher man am Ziel steht, umso besser ist die Sicht auch auf die
Gegen“gerade“.
Die Erdbeerbowle von Dippel (2,50 €): „Nicht vom Aussehen abschrecken lassen“, schmeckt
super und ist erfrischend.“
Der Geheimtipp:
Auch wenn noch keine Erdbeerzeit war, die Bowle mundete bereits. Foto: Karina Strübbe
Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
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„Mein Mann ist Engländer, der kann hier wetten und ich gucke Pferde.“
Stimmen:
„Wir kommen nicht zu jedem Renntag, aber ab und an. Zuletzt waren meine Familie und ich im
Herbst hier.“
„Ich gucke am liebsten Adrie de Vries zu, der gewinnt fast immer. Aber leider ist er heute nicht
da…“
Das Fazit
Durch die Blume: Pferd im Düsseldofer Führring. Foto: www.galoppfoto.de - Sabine Brose
Düsseldorf verzaubert vor allem mit seiner Atmosphäre, woran die etwa 100 Jahre alten Bauten großen Anteil
haben. Der Grafenberg verbindet zwei Extreme: Familienereignis und High Society-Event, auch wenn letzteres
momentan bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes, welches das VIP-Zelt ersetzt, vielleicht etwas kurz kommt.
Vor allem der Berg sorgt dafür, dass es Liebhaber und Hasser der Bahn gibt, doch sorgt eben dieser Berg jedes Mal
wieder für eine besondere Würze im Rennen.
Vermischtes
Leserbrief
Man kann bei der Seltenheit von Schecken in Rennsport, nicht erwarten, dass Galoppprofis sich mit solchen Schecken auskennen.
Da hier immer wieder Hofers Scheckhengst mit
Wagners Schecke verglichen wird, möchte ich Sie mal
über die Verschiedenheit beider Schecken informieren.
Es gibt zwei Arten von Schecken:
1. Overos, 2. Tobianos.
Wagners Schecke ist ein Tobianoschecke. Diese
Scheckart gibt es als Vollblüter weltweit noch nicht.
Darum ist WS auch Halbblüter. Mit nur 2xVollblut
(75%) könnte man von WS auch als Einfarbiger nicht
erwarten, dass er in Vollblutrennen bereits mitkommt.
Dazu braucht es noch einige Generationen Vollblut, die
aber kommen werden. Der Erbgang dieser Scheckung
ist dominant (wie beim Schimmel). Es muss also immer
ein Elternteil gescheckt sein, um ein Scheckfohlen zu
bekommen. Die Wahrscheinlichkeit ist also 50%. Man
kann so eineTobiano-Scheckstute also mit einem Spitzenvererber anpaaren und ein Scheckfohlen bekommen.
Leistungszucht ist also durchaus möglich. Tobianoschecken können reinerbig Scheck gezogen werden.
Dann ist jeder Nachkomme, auch aus einfarbigen Partnern, ein Schecke (wie bei reinerbigen Schimmel).
Hofers Silvery Moon ist ein Overoschecke, also
ganz was anderes. Diese Scheckart gibt es seit langem
als reine Vollblüter. Der Erbgang der Overoscheckung
ist rezessiv (wie beim Fuchs). Zwei einfarbige Eltern
können einen Overoschecken bringen, wenn beide das
Overogen tragen. Die Anpaarung einer Overoscheckstute mit einem einfarbigen Hengst bringt immer auch
ein einfarbiges Fohlen. Es müssen also beide Eltern
ein Overogen tragen, um ein Scheckfohlen zu bekommen. Eine Leistungszucht ist somit kaum möglich.
Zumindest sehr schwierig. Overoschecken können
nicht reinerbig gezogen werden. Reinerbige Fohlen
sind nicht lebensfähig und gehen wenige Tage, oder
Stunden, nach der Geburt ein. Hofers Scheckhengst
wird also in der Zucht auf normalenVollblutstuten immer nur einfarbige Fohlen bringen können. Erst seine
Nachkommen untereinander hätten 25% Scheckchancen.
Ich hoffe, dass ich Ihnen damit einen kleinen Überblick über Scheckenzucht vermitteln konnte, wenn
nun doch öfter mal ein Schecke auftauchen sollte.
Hubert Wagner, Gestüt Sickingen
Turf-Times
44
Freitag, 21. Juni 2013
„Deutsche Zucht im Ausland“ wird präsentiert vom
HARAS DU PETIT TELLIER
www.petittellier.com
Unsere Deckhengste: DENON • LINNGARI • MESHAHEER • WAY OF LIGHT • ZAFEEN
KONTAKT eMail: [email protected] • Telefon: 0049 ( 0 ) 177 43 80 932
Deutsche Zucht im Ausland
Red Ghost (2009), W., v. Dai Jin - Ripley, Zü.: Randolf Peters
Sieger am 14. Juni in Le Croisé-Laroche/Frankreich,
2100m, €9.000
Solis (2003), W., v. In The Wings - Seringa, Zü.: Stiftung Gestüt Fährhof
Sieger am 14. Juni in Hexham/Großbr., 4800m, ca.
€2.400
Noverre to Go (2006), W., v. Noverre - Ukraine Venture, Zü.: Gestüt Görlsdorf
Sieger am 15. Juni in York/Großbr., 1200m, ca. €8.500
Sommerabend (2007), H., v. Shamardal - Sommernavht, Zü.. Gestüt Schlenderhan
Sieger am 15. Juni in Lyon-Parilly/Frankreich, 1600m,
€13.500
Quidamo (2007), W., v. Monsun - Qelle Amie, Zü.:
Gestüt Park Wiedingen
Zweiter am 15. Juni in Lyon-Parilly/Frankreich, Grand
Prix de Lyon, Listenr., 2400m, €12.000
Wise Boy (2007), W., v. Banyumanik - Wahieda, Zü.:
Michael Beining
Sieger am 15. Juni in Marseille-Vivaux/Frankreich,
1500m, €5.000
BBAG-Herbstauktion 2008, €1.800 an Werner
Baltromei
Alanco (2001), W., v. Colon - Alanaa, Zü.: Johann
Friedrich Hüner
Sieger am 16. Juni in Strömsholm/Schweden, Svenskt
Grand National, Jagdr., 4500m, ca. €15.700
Aspasia Lokhovo (2009), H., v. Sholokhov - Aspasia
Lunata, Zü.: Gestüt Hofgut Heymann
Sieger am 16. Juni im Kincsem Park/Ungarn, 1600m,
ca. €700
BBAG-Jährlingsauktion 2010, €4.500 an Deak Gyorgy
Marinas (2007), W., v. Sholokhov - Majorata, Zü.: Gestüt Etzean
Sieger am 16. Juni in Corlay/Frankreich, Jagdr., 3900m,
€6.240
BBAG-Jährlingsauktion 2008, €85.000 an Stall SCU
Summernight Sky (2008), W., v. Big Shuffle - Summernight Love, Zü.: Dr. Steffen Pfenningwerth
Sieger am 16. Juni in Nancy/Frankreich, Jagdr., 4200m,
€9.120
BBAG-Jährlingsauktion 2009, €14.000 an Hermann
Schröer-Dreesmann
Dark Steam (2009), W., v. Noroit - Dark Lady,
Zü.: Wilhelm Lohmann jr.
Sieger am 16. Juni in Senonnes-Pouancé/Frankreich,
Hürdenr., 3600m, €6.720
BBAG-Jährlingsauktion 2010, €12.000 an Crispin de
Moubray
Arman (2005), W., v. Lando - Ariane Zwei, Zü.: Gestüt Auenquelle
Sieger am 16. Juni in Meran/Italien, Cross-CountryJagdr., 4100m, €7.075
Il Capo (2010), H., v. Desert Prince - Ircanda, Zü.:
Gestüt Evershorst
Sieger am 16. Juni in Meran/Italien, Hürdenr., 3000m,
€5.700
BBAG-Jährlingsauktion 2011, €11.000 an Franceschini Bloodstock
Fair Boss (2008), H., v. Mamool - Fair Dream, Zü.:
Stall Parthenaue
Sieger am 18. Juni in Dieppe/Frankreich, 2400m,
€11.000
BBAG-Herbstauktion 2009, €26.000 an BBA Germany
Talusstern (2009), H., v. Königstiger - Tala, Zü.: Stiftung Gestüt Fährhof
Sieger am 18. Juni in Dax/Frankreich, Hcap, 3000m,
€6.500
BBAG-Herbstauktion 2010, €6.000 an Eva Klepetko
Turf-Times
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Freitag, 21. Juni 2013
Wir googeln einen Sieger
East of Eden
East of Eden im Preis der VGH Vertretung
Christian Nicolai, Barsinghausen in Hannover.
Deutsche Hengste im Ausland
(inkl. nicht mehr in D aktiver Hengste mit noch jungen Nachkommen)
BIG SHUFFLE
Quaff (2010), Siegerin am 15.Juni in Lysa nad Laben/
Tschechien, 1300m
DAI JIN
Fresh Princess (2006), Siegerin am 16. Juni in Niort/
Frankreich, Hürdenr., 3800m
HURRICANE RUN
Faraway Run (2009), Sieger am 14. Juni in Toulouse/
Frankreich, 2000m
Running Reef (2009), Sieger am 14. Juni in Musselburgh/Großbr., 1400m
Mama Charlotte (2010), Siegerin am 15. Juni in Lysa
nad Laben/Tschechien, 2200m
Harkonnen (2009), Sieger am 18. Juni in Syrakus/Italien, 1800m
LANDO
Landa Heigt (2009), Siegerin am 16. Mai in Avignon/
Frankreich, Hürdenr., 3600m
MONSUN
Next Round (2008), Sieger am 14. Juni in Le CroiséLaroche/Frankreich, 2500m
Après Vous (2007), Sieger am 14. Juni in Le CroiséLaroche/Frankreich, 3200m
Penglai Pavillion (2010), Sieger am 15. Juni in LyonParilly/Frankreich, 1600m
Retirement Plan (2010), Sieger am 16. Juni in Doncaster/Großbr., 2400m
TIGER HILL
Our Tiger Lil (2007), Siegerin am 23. Mai in Ballerat/
Australien, 1600m
Mahanadi (2007), Sieger am 25. Mai in Trentham/
Neuseeland, 2200m
Operational (2008), Sieger am 25. Mai in Belmont/
Australien, 2100m
www.StallionBook .de
East of Eden mit Koen Clijmans nach dem Sieg in Hannover.
www.galoppfoto.de - Sabine Brose
East of Eden (englisch für östlich von Eden), im
Deutschen auch bekannt als Jenseits von Eden, bezeichnet:
•
Nod, in der Genesis (Gen 4,16 EU) erwähntes
Land „östlich von Eden“
• Jenseits von Eden, Roman von John Steinbeck
aus dem Jahr 1952
• Jenseits von Eden (Film), Verfilmung des dritten Teils des Steinbeck-Romans durch Elia
Kazan aus dem Jahr 1955
• Jenseits von Eden (Fernsehserie), US-amerikanische Miniserie aus dem Jahr 1981
• Jenseits von Eden, ein Cover von Nino de
Angelo des Titels Guardian Angel von Drafi
Deutscher
• East of Eden (Band), britische Rockband
• East of Eden (Album), Album der Band Taken by Trees aus dem Jahr 2009
46
Freitag, 21. Juni 2013
Turf-Times
Führende Deckhengste von Zweijährigen in Europa 2013 - nach Anzahl der Sieger (Stand: 20.06.2013)
Geboren
Vater
Starter
Sieger
Siege Gewinnsumme (£)
Hengst
1 KODIAC
2001
Danehill
33
12
14
79.500
2 KHELEYF
2001
Green Desert
29
11
12
80.662
3 *DANDY MAN
2003
Mozart
26
10
10
68.196
2002
Giant's Causeway
25
10
11
134.041
5 INVINCIBLE SPIRIT
1997
Green Desert
21
9
9
49.480
6 HOLY ROMAN EMPEROR
2004
Danehill
30
8
9
96.567
FOOTSTEPSINTHESAND
7 ACCLAMATION
1999
Royal Applause
29
7
10
69.014
BAHAMIAN BOUNTY
1994
Cadeaux Genereux
23
7
8
58.068
BLU AIR FORCE
1997
Sri Pekan
20
7
9
54.809
*BUSHRANGER
2006
Danetime
34
7
7
47.506
CAMACHO
2002
Danehill
21
7
8
73.800
EXCEED AND EXCEL
2000
Danehill
21
7
7
42.316
PASTORAL PURSUITS
2001
Bahamian Bounty
31
7
12
84.902
2000
Elusive Quality
13
6
8
72.802
IFFRAAJ
2001
Zafonic
24
6
8
96.780
*MASTERCRAFTSMAN
2006
Danehill Dancer
18
6
10
87.038
14 ELUSIVE CITY
OASIS DREAM
2000
Green Desert
10
6
7
74.716
2005
Acclamation
12
5
5
27.537
*INTENSE FOCUS
2006
Giant's Causeway
24
5
5
62.575
ORPEN
1996
Lure
9
5
6
91.560
2003
Danehill
10
4
4
38.652
*CAPTAIN GERRARD
2005
Oasis Dream
22
4
5
41.444
CAPTAIN RIO
1999
Pivotal
12
4
4
31.949
CLODOVIL
2000
Danehill
18
4
4
39.673
DUBAWI
2002
Dubai Millennium
13
4
4
16.831
DUTCH ART
2004
Medicean
9
4
6
44.411
18 DARK ANGEL
21 AUSSIE RULES
LAWMAN
2004
Invincible Spirit
15
4
5
53.255
*RED ROCKS
2003
Galileo
21
4
6
69.405
2002
Danzig
7
3
3
8.639
BYRON
2001
Green Desert
14
3
3
23.826
DEPORTIVO
2000
Night Shift
14
3
3
81.465
ELNADIM
1994
Danzig
11
3
3
16.815
EXCELLENT ART
2004
Pivotal
17
3
4
55.797
GOLD SPHINX
1999
Storm Cat
4
3
3
5.294
HENRYTHENAVIGATOR
2005
Kingmambo
9
3
3
29.109
29 AD VALOREM
LEMON DROP KID
1996
Kingmambo
4
3
3
5.656
LIBRETTIST
2002
Danzig
6
3
3
42.193
LUCKY STORY
2001
Kris S
8
3
4
22.314
MUJAHID
1996
Danzig
8
3
5
32.438
*MYBOYCHARLIE
2005
Danetime
16
3
3
31.092
ORATORIO
2002
Danehill
16
3
3
23.083
SAKHEE'S SECRET
2004
Sakhee
13
3
5
42.181
STREET CRY
1998
Machiavellian
6
3
3
8.304
TAMAYUZ
2005
Nayef
13
3
4
26.888
VERGLAS
1994
Highest Honor
22
3
3
21.176
WHIPPER
2001
Miesque's Son
11
3
4
32.436
* Hengste mit dem ersten Jahrgang