Ratgeber: Tipps und Tricks zum Hauskauf in Italien

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Ratgeber: Tipps und Tricks zum Hauskauf in Italien
Ratgeber: Tipps und Tricks zum Hauskauf in Italien
Italien-Immobilien haben ihre Liebhaber - aber auch ihre Preise: Infos und Tipps zum Immobilienerwerb
in Italien
Zehn goldene Regeln:
1. Informieren Sie sich vorabüber die Region und die dortigen Preisspiegel. Italien ist kein "Billigland", weder was
den Kaufpreis noch was die Umbaukosten angeht.
2. Kalkulieren Sie objektiv Ihre finanziellen Möglichkeiten und belasten Sie sich nicht mit einem zu großen Objekt,
das Sie am Ende nicht bezahlen können. Bei nur zeitweiliger Nutzung lassen sich die laufenden Kosten
erfahrungsgemäß sehr gut durch Vermietung reduzieren.
3. Geben Sie Maklern den Vorzug, die bei einer italienischen Handelskammer zugelassen sind. Dort unterliegen sie
strengen Richtlinien und müssen sich versichern.
4. Veröffentlichte Immobilienangebote spiegeln immer nur einen Teil der Realität wider –und manchmal wird
leider auch getäuscht. Kaufen Sie deshalb auf keinen Fall eine Immobilie, die Sie nur vom Foto kennen, und
informieren Sie sich vor einer Besichtigungsreise ausführlich.
5. Einigen Regionen Italiens stehen sehr viele renovierungsbedürftige Objekte zum Verkauf. Als Faustregel gilt
hier: Kalkulieren Sie für die Renovierung noch einmal100 Prozent des Kaufpreises ein.
6. Vorvertrag ist auch in Italien üblich. Bestehen Sie darauf, dass dieser direkt mit dem Verkäufer und nicht mit
dem Vermittler geschlossen wird. Das schützt Sie gegebenenfalls vor hohen Preisaufschlägen.
7. Im Vorvertrag sollte die caparra confirmatoria vereinbart sein. Das ist die Vertragsstrafe für den Fall, dass der
Verkäufer den endgültigen Kaufvertrag nicht erfüllt.
8. Wenn man nicht nachweislich des Italienischen mächtig ist, sollte bei Unsicherheiten ein professioneller
Übersetzer engagiert werden. Spätestens bei den endgültigen Kaufverträgen ist dies unabdingbar.
9. Zahlungen (ausgenommen die Agenturprovision) sollten ausschließlich an den Eigentümer erfolgen.
10. Leider immer noch ein Thema, vor allem in Süditalien, sind Schwarzbauten. Bei einementsprechenden
Verdacht lässt man besser die Finger von der Immobilie.
Wer darf kaufen?
Alle EU-Bürger sind Italienern beim Immobilienkauf gleichgestellt. Selbiges gilt, dank einer bilateralen
Vereinbarung, auch für US-Amerikaner.
Regionen & Preise
Die klassischen Regionen sind die Toskana, die oberitalienischen Seen und die Adriaküste. Aber auch Sardinien,
die Marken, Umbrien, das Piemont und Ligurien sind begehrte Standorte. Sehr stark im Kommen ist Apulien, da
Immobilien dort derzeit noch bezahlbar sind. Als Faustregelkann man für Italien festhalten, dass es in den
attraktiven Lagen kaum noch Häuser zu Preisen unter 200.000 Euro gibt. Nach oben gibt es keine Grenze.
Kaufnebenkosten
Privatkäufer zahlen - außer bei Grundstücken - eine Grunderwerbssteuer von 10% auf den Katasterwert der
Immobilie. Dieser ist in der Regelsehr viel niedriger als der Verkaufspreis. Zudem: Notarkosten 1 bis 3,5 Prozent;
Vertragsgebühren ca. 500 Euro; Maklerprovision 2,5 bis 6 Prozent; eventuell zusätzlich Übersetzungskosten
Laufende Kosten
Jährliche Grundsteuer (ICI): Berechnungsgrundlage ist der Katasterwert, bei dem die Kommunen einen Spielraum
von 0,2 bis 0,7 Prozent haben, sowie der Status des Käufers (Resident/Nichtresident). Dazu kommen
Betriebskosten für Strom, Wasser, Müllabfuhr und Heizung.
Quelle: bellevue.de

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